Das ist schlecht:

Klingt alles ganz spannend, und macht auch durchaus Laune, allerdings sind viele der Gadgets schlicht unnötig und das Missionsdesign fällt mit zunehmender Spieldauer immer gleichförmiger aus. Zwar gilt es neben Abschüssen auch mal einen Rechner zu hacken oder Beweise einzusacken, im Prinzip laufen die Aufträge aber stets gleich ab, sodass bei längeren Spielsessions zwangsläufig irgendwann Langeweile aufkommt. Und dass man nach Abschluss eines Missionsziels in Ermangelung eines Schnellreisesystems noch ewig durch die Pampa rennen muss, macht die Sache auch nicht besser.

Auch in technischer Hinsicht ist „Sniper Ghost Warrior Contracts“ keine Augenweide. Es sieht halt okay aus, was abgesehen von einigen nervigen Rucklern aber natürlich kein Beinbrech ist, solange das Gameplay Laune macht. Doch auch hier muss man sich immer mal wieder über die KI wundern, die es mal stoisch zur Kenntnis nimmt, dass wir da gerade einen Kollegen umgenietet haben, uns dann aber wieder aus einer Distanz erkennt und sogar trifft, als verfügte der Feind über die Augen eines Falken.

Insgesamt kommt „Sniper Ghost Warrior Contracts“ damit zwar nicht über solides Mittelmaß hinaus, wer aber Spaß daran hat, in Ruhe jede einzelne Kugel präzise zu versenken, anstatt im Kriegsgewitter die Luft mit Blei zu schwängern, findet hier eine unterhaltsame Shooter-Erfahrung, die für kleinen Preis viel Spiel bietet.

„Sniper Ghost Warrior Contracts“ trifft zwar nicht ganz ins Schwarze, aber immerhin voll ins Ziel. Die Sandbox-Areale machen sowohl in Sachen Optik als auch Gameplay deutlich mehr Laune als der vermurkste Open-World-Ansatz des Vorgängers und dank der umfangreichen Ausrüstung stehen euch diverse taktische Möglichkeiten zur Verfügung, ans Ziel zu kommen. Am meisten Laune macht aber immer noch der perfekte Schuss aus Sicht der brutalen Kill-Cam. Da vergisst man auch gerne die mäßige Technik und das gleichförmige Missionsdesign

„Sniper Ghost Warrior Contracts“ ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.