„Shenmue 3“ im Test für PS4 – Wer zur Jahrtausendwende eine Dreamcast besaß – was bekanntermaßen ja leider viel zu wenige taten – hatte mit ziemlicher Sicherheit auch „Shenmue“. Und wenn auch nur, um damit anzugeben. Denn seinerzeit galt das Spiel nicht nur als eine grafische Offenbarung, sondern begründete gewissermaßen sogar das heute so erfolgreiche Genre der Open World Action-Adventures und war darüber hinaus hinsichtlich der Produktions- und Marketingkosten das teuerste Videospiel seiner Zeit.

Der Nachfolger ging mit einem Cliffhanger schließlich in die Geschichtsbücher ein, denn der sehnlichst erwartete dritte Teil sollte satte 18 Jahre auf sich warten lassen, und konnte auch nur dank der finanzkräftigen Unterstützung der Fans via Kickstarter gestemmt werden. Aber kann das Herzensprojekt von Serienvater Yu Suzuki auch im Jahr 2019 noch überzeugen?

Darum geht’s:

„Shenmue 3“ schließt in jeder Hinsicht nahtlos an den Vorgänger an. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 1987 und Serienheld Ryo Hazuki befindet sich nach wie vor auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Ihm zur Seite steht dabei eine junge Frau namens Shenhua, die Ryo zum Ende von Teil 2 auf seinem Weg ins chinesische Bergland unter dramatischen Umständen traf und die ihm zuvor bereits im Traum erscheinen ist. Da der Mörder von Ryos Vater, ein mysteriöser Mann namens Lan Di, auch für das Verschwinden von Shenuas Vater verantwortlich ist, machen sich die beiden in dem idyllischen Dörfchen Bailu gemeinsam auf Spurensuche, um im späteren Spielverlauf schließlich im Küstenort Niaowu zu landen.