In Videospielen sind Konflikte meist kriegerischer Natur. Sei es die Ork-Armee, die es in Fantasy-Spielen niederzuschlagen gilt, oder der hochmilitarisierte Invasor in einem Kriegs-Shooter. Man greift zur Waffe und schlägt den Feind, der von außen kommt, zurück. Die meisten Gefechte, die wir im wahren Leben austragen, sind jedoch die im Inneren und der häufigste Gegner man selbst. Genau diese Prämisse nimmt sich „Sea of Solitude“ zur Grundlage, eine Indie-Perle aus deutschen Landen.

Darum geht’s:

Dass emotionale Spielerlebnisse in digitaler Form keiner Millionenbudgets bedürfen, haben mittlerweile auch Branchenriesen wie EA erkannt, die mit ihrem Programm „EA Originals“ ausgewählte Titel kleinerer Spielestudios einem großen Publikum zugänglich machen wollen. So auch „Sea of Solitude“ der Berliner Entwickler von Jo-Mei Games.

Das Spiel behandelt die Reise einer jungen Frau namens Kay, die versucht, ihren Weg durch eine von metaphorischen Bildern und Kreaturen geprägte Welt zu finden, und sich dabei selbst zu verstehen. Um zu erklären, worum es genau geht, zitieren wir am besten die für die Entwicklung federführende Cornelia Geppert, deren Worte uns zu Spielbeginn folgendermaßen willkommen heißen:

„Dieses Spiel behandelt Themen wie die seelische und emotionale Gesundheit, die für einige Spieler belastend sein könnten. Es ist nicht als professionelle Beratung oder Hilfestellung gedacht. Sea of Solitude ist ein persönliches Projekt über das Thema Einsamkeit. Es ist inspiriert von meinen eigenen Erfahrungen und wahren Geschichten, die mit erzählt wurden. Kays Reise soll zeigen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein – und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu leben.“