„Scarlet Nexus“ im Test für Xbox Series: Die Macher des Action-Rollenspiels „Scarlet Nexus“ ordnen ihr neues Werk den Genre „Brain Punk“ zu. Was das zu bedeuten hat, wird beim Spielen schnell klar, wenn wir uns in einer alternativen Version der Gegenwart wiederfinden, in welcher ein spezielles Hormon im Gehirn den Menschen übersinnliche Fähigkeiten und an Zauberei grenzende Psionik-Kräfte verleiht.

Die Geschichte von „Scarlet Nexus“ zusammenzufassen, fällt gar nicht so leicht, nimmt diese doch ähnlich viel Raum ein, wie die Kämpfe. Um die narrativen Aspekte voranzutreiben, wechselt der Titel dabei immer wieder nahtlos von Erkundungs- oder Actionabschnitten zu dynamischen Comic-Paneelen, und umgekehrt.

Zu Beginn entscheidet ihr euch entweder für den gutmütigen Yuito Sumeragi oder der introvertierten Kasane Randall – zwei Teenager, die frisch der „Anderen-Abwehrstreitkraft“ beigetreten sind. Kurz nur AAS genannt handelt es sich dabei um eine militärisch organisierte Elite-Truppe aus mächtigen Psionikern, die sich dem Kampf gegen die größte Bedrohung der Menschheit verschrieben hat: den Anderen.

Damit sind wiederum mutierte Monstrositäten gemeint, die als pervertierte Mischung aus organischen Elementen, Pflanzen und Alltagsgegenständen über die Menschen herfallen, um deren Gehirne zu fressen. Und so seltsam ein Blumenstrauß auf High Heels auch anmuten mag, steht außer Frage, dass das Gegnerdesign in „Scarlet Nexus“ enorm kreativ und ungewöhnlich ausfällt.

Kasane und Yuito erleben zwei unterschiedliche Geschichten, die sich im Spielverlauf immer wieder kreuzen. Wer sämtliche Hintergründe verstehen möchte, wird „Scarlet Nexus“ von daher zweimal spielen müssen. Dem Wiederspielwert kommt zugute, dass Kasane und Yuito zwar über die gleichen Psi-Kräfte verfügen, aber mit verschiedenen Teams unterwegs sind, und sich somit aus unterschiedlichen Fähigkeiten-Sets bedienen.