Ride 4 Trailer – Es ist eine fantastische Szene für Motorsport-Fans, die uns die Bordkamera hier zeigt: Wir jagen in halsbrecherischen Tempo über die abgesperrte Rennstrecke, vorbei an Vorstadthäusern. Unser Zweirad kreischt, der Rausch der Geschwindigkeit packt auch auf regennasser Fahrbahn – klar ist: Strecke und Teilnehmerfeld verzeihen keinen Fehler. Eine Momentaufnahme aus dem Moto-Rennsport. Die Sache hat nur einen Haken: Das Video ist nicht echt.

Besser ausgedrückt: Das Video gibt es zwar schon, klar, aber hier findet gar kein echtes Rennen statt, was die Sache sogar noch einen ganzen Tacken beeindruckender macht. Denn dies ist ein Videospiel, noch dazu von 2020: „Ride 4“, so der Titel. Es zeigt, wie weit insbesondere bei Sportspielen die Grafik mittlerweile vorangeschritten ist – und dürfte mehr als einen Zuschauer getäuscht haben. Der Regen, die Vegetation, der Asphalt:

Nichts gibt preis, dass dies „nur“ ein Spiel ist.

Was wir hier sehen, grenzt im Zusammenwirken mit der flüssigen Bildwiederholrate, der enormen Geschwindigkeit und abrupten Motorrad-Bewegungen an Fotorealismus. Je höher das Tempo des Fahrers, je mehr die Umgebung an uns vorbeifliegt und dabei unscharf wird, desto realistischer wirkt alles. Die Playstation 5 lässt bei dieser Version von „Ride 4“ die Muskeln spielen, die Entwickler und Publisher bei Milestone haben ganze Arbeit geleistet.

Hinzu kommt das realistische Verhalten der gegnerischen Fahrer – kein Wunder, werden die bei „Ride 4“ doch von einer Neuralnetzwerk-KI übernommen. Im Zusammenspiel erschafft das Game hier für Zuschauer ein Video, das insbesondere solche Menschen in Erstaunen versetzen dürfte, die überhaupt nichts mit Videospielen am Hut haben. Denn Unbedarfte dürften der nahezu perfekten Illusion mittlerweile machtlos gegenüberstehen.