Der erste Teil der Resident-Evil-Reihe hat das Survival-Horror-Genre zwar nicht begründet, dafür aber nachhaltig etabliert. Teil zwei setzte in jeder Hinsicht sogar noch eins drauf, doch mit dem Dritten stagnierte das Konzept. Also erfand sich die Serie für Runde vier neu. Ein mutiger Schritt, der mit durchschlagendem Erfolg belohnt wurde. Und so begann der Kreislauf von neuem. ‘Resident Evil 5’ konnte trotz anfänglicher Skepsis ebenfalls begeistern, Teil sechs rasselte dafür wieder gnadenlos durch. Also musste für den aktuellen siebten Teil abermals ein frischer Ansatz her. Ob das Experiment gelungen ist, verrät euch unser Test.

Darum geht's:

Seid ihr bisher stets mit kampferprobten Soldaten, Söldnern oder Agenten gegen Zombiehorden zu Felde gezogen, schlüpft ihr diesmal in die Rolle des harmlosen Zivilisten Ethan Winters. Nachdem dieser einen Hilferuf per E-Mail von seiner seit drei Jahren verschollenen Freundin Mia erhalten hat, begibt er sich sogleich ins sumpfige Louisiana, wo ihn die Nachricht zum Anwesen der Bakers führt. In Ego-Perspektive verschafft ihr euch Zugang zum erstaunlich großen Haus und trefft alsbald auf die wohl durchgeknallteste Familie der Videospielgeschichte. Wir wollen an dieser Stelle nicht allzu viel über die Story verraten, können aber besorgte Resi-Fans beruhigen, dass es sich bei Teil sieben trotz der veränderten Perspektive um ein waschechtes Resident Evil handelt. Wesentlich echter als so mancher Vorgänger. Denn statt permanenter Daueraction steht diesmal wieder das vorsichtige Erkunden der verwinkelten Areale im Vordergrund, wobei euch stets ein Gefühl der Beklemmung im Nacken sitzt. Denn um jede Ecke könnte euch ein Mitglied der verrückten Südstaaten-Sippe auflauern, denen nur äußerst schwer beizukommen ist. Natürlich findet ihr im Verlauf des Spiels serientypisch Pistole, Schrotflinte und Flammenwerfer, doch damit könnt ihr die Bakers nur kurzeitig aufhalten und Munition ist rar gesät. Insofern ist fliehen und verstecken oft die bessere Alternative, wenn ihr überleben wollt! Survival-Horror, wie er sein sollte!

Unsere positiven Eindrücke folgen auf Seite 2!