Als der Autor dieser Zeilen das letzte Mal Hand an „Resident Evil 2“ legte – um unter Aufbietung seines ganzen spielerischen Könnens die legendäre Gatling-Gun freizuschalten – waren Konsolen noch mit Röhrenfernsehern verbunden und nicht mit dem Internet. Das Spiel war so verdammt gut, dass es sich für immer und ewig in seine persönliche All-Time-Top-5 der Videospiele einbrennen sollte. Ein Meilenstein, an dem es, den Regeln einer verklärten Erinnerung zufolge, nichts zu verbessern gab! Und nun wagt es Capcom 20 Jahre später, eines der besten Spiele aller Zeiten neu aufzulegen. Kann das gutgehen? Unser Test verrät es … ach scheiß drauf: Ja, es ist gutgegangen! Verdammt gut sogar!

Darum geht’s:

Wir rekapitulieren: „Resident Evil 2“ knüpft direkt an die Ereignisse des Erstlings an, inszeniert den Ausbruch des T-Virus, der Menschen in Zombies und sogar noch Schlimmeres verwandelt, jedoch in deutlich größerem Rahmen. Was in den unter einem alten Herrenhaus verborgenen Laboren begann, hat nun Raccoon City erreicht und den Ort innerhalb kürzester Zeit ins Chaos gestürzt.

Seine erste Begegnung mit Zombies macht der junge Leon S. Kennedy – der unterwegs ist, um seinen Dienst als Cop des RPD anzutreten – in einer Tankstelle, wo er auch auf Claire Redfield trifft. Die Studentin ist auf der Suche nach ihrem Bruder Chris, ohne zu ahnen, dass dieser direkt in die folgenschweren Ereignisse um die sinistere Umbrella Corporation involviert ist.

Zwar gelingt es den beiden, sich in der örtlichen Polizeistation in Sicherheit zu bringen, jedoch werden sie gleich zu Beginn getrennt. Und so habt auch ihr die Wahl, ob ihr den Ereignissen zunächst mit Leon oder mit Claire auf den Grund zu gehen, und dabei idealerweise am Leben zu bleiben versucht.