Das ist schlecht:

Zwar verleiht der zufallsgenerierte Ansatz „Remnant: From the Ashes“ eine eigenständige Note, diese wird aber sicherlich nicht jedem schmecken. Prozeduralen Arealen haftet nun einmal immer eine gewisse Seelenlosigkeit an. Problem dabei: Je schwerer ein Spiel, desto kniffliger ist die Balance der Fairness. Das große Vorbild lebte diesbezüglich nicht zuletzt vom genial durchdachten Leveldesign und einer wohlgewählten Gegnerplatzierung. Derlei Perfektion kann und darf man von „Remnant“ bei allen Vergleichen nicht erwarten. 

Obwohl der grundsätzliche, an die „Darksiders“-Reihe erinnernde Comic-Stil mit einer ordentlichen Prise Wildwest-Flair durchaus zu gefallen weiß, ist das Spiel in technischer Hinsicht eher zweckmäßig und dazu auch noch fehlerbehaftet ausgefallen. Allerdings gilt es dabei natürlich zu bedenken, dass „Remnant“ gar nicht erst versucht, ein Triple-A-Hochglanztitel zu sein, und zum Midprice auf den Markt kommt. Ein Patch, der es ermöglicht, nicht jedes einzelne Beutestück mühselig per Tastendruck einzusammeln, ist aber doch sicherlich trotzdem drin, liebe Entwickler?!

„Remnant: From the Ashes“ macht sich als knallharter Shooter mit Souls-Schlagseite richtig gut und motiviert auf lange Sicht mit forderndem Kampfsystem und abwechslungsreichen Gegnern. Das Gunplay fühlt sich wunderbar satt an und wird mit ein paar Kumpels an eurer Seite sogar noch besser. Technisch ist allerdings noch viel Luft nach oben und insbesondere an der zufällig generierten Gegnerplatzierung werden sich die Gemüter wohl scheiden.

„Remnant: From the Ashes“ ist für PlayStation 4, Xbox One und Microsoft Windows erhältlich.