Nachdem sich die Mannen von Gunfire Games dankbarerweise dem Erbe der totgeglaubten „Darksiders“-Reihe angenommen haben, schraubten sie im Stillen an einem Werk, das lange Zeit kaum einer auf dem Schirm hatte. Erst vergleichsweise kurz vor Release hörte man aus informierten Kreisen etwas von einem Soulslike-Shooter, und obgleich hier keine gigantische Werbemaschinerie am Werk war, ging „Remnant: From the Ashes“ auf Steam vom Start weg durch die Decke. Unser Test verrät euch, was den Geheimtipp so besonders macht.

Darum geht’s:

Mit „Soulslike“, oder auch „Soulsbourne“, bezeichnet man eine Spielegattung, die auf dem Grundprinzip der wegweisenden „Dark Souls“-Reihe fußt. Im Wesentlichen bedeutet das: Wo Soulslike draufsteht, steckt ein bockschweres aber (je nachdem, wie gut man das Vorbild kopiert) faires Third-Person Action-Rollenspiel drin, das sich an lernwillige und vor allem frustresistente Pad-Akrobaten richtet. So auch im Falle von „Remnant: From the Ashes“, nur dass man sich hier keines Fantasy-Settings bedient, und stattdessen in einer postapokalyptischen Welt den Fernkampf mit Schusswaffen in den Vordergrund stellt.

Die eigentliche Story wird, wie beim großen Vorbild auch, lediglich grob angerissen, nimmt im Spiel aber ohnehin keinen allzu großen Stellenwert ein. Es reicht, zu wissen, dass ein dämonischer Invasor aus einer anderen Dimension über die Menschheit hereingebrochen ist. Die sogenannte „Saat“ hat die Zivilisation dabei bis auf ihre Grundfesten erschüttert und die Welt ins Chaos gestürzt. Die verbliebenen Menschen hausen im Untergrund. Alles was ihnen geblieben ist, sind eine uralte Portal-Technologie, die Reisen in andere Dimensionen ermöglicht, und die Hoffnung, dass ihr dem Pack zeigt, wo die Menschheit die Locken hat.