Neben Sci-Fi-Adaptionen klassischer Ballermänner wie Shotgun, Raketenwerfer oder Sniper Rifle, finden sich auch Exoten wie der Säuresprenkler, der Gegner kurzzeitig in bewegungslose Büsche verwandelt, oder der mürrisch dreinblickende Partypilz, der Feinde eigenständig beschießt. Gewöhnt euch aber nicht allzu sehr an einen Liebling. Da ihr im Laufe der Gefechte die einzelnen Wummen nämlich schnell leergeschossen habt, lohnt es sich, mit den verschiedenen Krachmachern zu experimentieren.

Nicht lange und ihr verfallt in einen enorm spaßigen Flow, der für unbeteiligte Zuschauer womöglich wie das reine Chaos wirken mag. Dank der präzisen Steuerung habt ihr die Situation aber jederzeit voll im Griff und wechselt je nach Gegnertyp behände die Waffe, während ihr noch in der Luft feindlichen Projektilen ausweicht und den nächsten Feind aufs Korn nehmt,

Mit der Benutzung levelt ihr die Ballermänner zudem auf, die sich dann beim Händler in verschiedenen Stufen mit gefundenen Kristallen aufrüsten lassen und dadurch zunehmend an Funktionen und Wumms gewinnen. So wird aus der popeligen Anfangsknarre beispielsweise zum Ende hin ein unverzichtbares Sturmgewehr.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle die gelungene Einbindung des DualSense-Controllers. Nicht nur lassen uns die feinfühligen Rumble-Effekte die Umgebung, durch die wir uns bewegen, förmlich spüren, auch die Funktionen der Waffen variieren je nachdem, wie weit wir die adaptiven Trigger durchziehen, deren unterschiedlicher Widerstand klare Rückmeldung gibt. So feuern wir zum Beispiel bei leichtem Druck nur aus einem Rohr der Shotgun, ziehen wir ganz durch, entladen wir beide auf einmal.

Neben den Kämpfen lösen wir mit Clank spezielle Rätselabschnitte, und befreien mit dem winzigen Spinnenbot Glitch Computer von Viren. Dem Erkundungs- und Plattformer-Aspekt wurde indes etwas weniger Aufmerksamkeit zuteil. Geheimnisse lassen sich selbst in den teils sehr weitläufigen Arealen schnell entdecken, die eingestreuten Jump ’n’ Run-Herausforderungen sind ohne Probleme zu meistern und die wenigen Nebenmissionen sind eher uninspiriert geraten.

Das Hauptspiel brilliert dafür aber durch ausgefeiltes Pacing und langweilt zu keiner Sekunde, sodass man nach den gut 12 bis 15 Spielstunden Spielzeit gerne direkt einen weiteren Lauf im freischaltbaren Challenge-Modus startet, in dem ihr eure Ballermänner sogar noch weiter aufbohren dürft. Auf dem vierten von fünf Schwierigkeitsgraden haben wir „Ratchet & Clank: Rift Apart“ als durchaus herausfordernd, aber immer noch nicht allzu schwer empfunden. Was das betrifft, dürfte also für jeden etwas dabei sein.

Und das ist generell ein gutes Motto für dieses extrem motivierende Spielerlebnis. Lasst euch von daher auf keinen Fall von der niedlichen Optik abschrecken. Das Gunplay ist irre gut und die Technik vor allem bei voller Auflösung und aktiviertem Ray-Tracing ein echter Hingucker. Beides gibt es zwar nur in 30 Bildern pro Sekunde, alternativ stehen aber auch zwei 60-FPS-Modi zur Verfügung die euch die Wahl zwischen Ray-Tracing und 4K-Auflösung lassen.

Fazit:

Ein irrer Spaß! „Ratchet & Clank: Rift Apart“ macht von den Möglichkeiten der PS5 großzügig Gebrauch und setzt dabei sein enorm ausgefeiltes und von Anfang bis zum Ende spaßiges Spielerlebnis mit beeindruckender Technik imposant in Szene. Selbst wer mit dem Lombax und seinem Robokumpel bislang nichts anfangen konnte, sollte diesem Must-Have-Titel für Sonys neue Kiste unbedingt eine Chance geben.

„Ratchet & Clank: Rift Apart“ ist exklusiv für Playstation 5 erhältlich.