Nachdem wir vor uns vor einiger Zeit anlässlich einer Anspielsession bereits ordentlich Appetit auf den neuen Endzeit-Shooter „Rage 2“ geholt haben, konnten wir mit der jüngst erscheinen Vollversion nun endlich so richtig reinhauen. Im Zuge unserer damaligen Preview äußerten wir die Hoffnung, dass da was Großes auf uns zukommt. Aber macht das fertige Spiel auch wirklich satt, oder ist „Rage 2“ bloß was für den hohlen Zahn? Unser Test verrät es euch.

Darum geht’s:

Mit dem Hintergrundwissen, dass der schrille Trip durch das gar nicht mehr so öde Ödland das Kind einer Zusammenarbeit der Shooter-Weisen von id Software („DOOM“) und den Zerstörungsfanatikern der Avalanche Studios („Just Cause“) ist, sind schon mal zwei ganz wichtige Eckpfeiler gesetzt, wenn man verstehen will, worum es geht. Von Papa id hat „Rage 2“ unverkennbar sein intuitives Gunplay mit wuchtigen Wummen und irren Spezialfähigkeiten geerbt, Mama Avalanche steuert eine weitläufige Welt voller Haupt- und Nebenmissionen, Mad-Max-Fahrzeuge und die wohl schönsten Explosionen der Spielgeschichte bei.

Inhaltlich begleiten wir einen wahlweise männlichen oder weiblichen Ranger namens Walker, der nach einem Angriff auf seine Heimat-Siedlung Rache an der sogenannten „Obrigkeit“ üben will. Angeführt von dem kaum noch als Mensch zu erkennenden Cyborg General Cross trachtet diese danach, das vom Asteroiden 99942 Apophis begonnene Werk zu Ende zu führen, der bei seinem nunmehr über hundert Jahre zurückliegenden Einschlag den Planeten zwar ins Chaos stürzte, die Menschheit jedoch nicht auszulöschen vermochte.

Zugegeben, besonders tiefsinnig ist das alles nicht, bedarf aber immerhin auch keinerlei Kenntnis des Vorgängers, bei dem ihr durch die Reaktivierung der sogenannten Archen die Welt wieder ein Stück weit habt aufblühen lassen. Außerdem liefert der Plot einen ausreichend triftigen Grund, uns einen Kampfanzug überzustülpen, der nanotechnik-basierte Superkräfte verleiht, und den Weg zu General Cross mit Blei zu pflastern. Immerhin sind wir der letzte verbliebene Ödland-Ranger und der ist verdammt sauer.