Nintendo hat lange damit gezögert, die hauseigenen Spielemarken für den mobilen Sektor zu verwursten. Doch die Wii U war ein gigantischer Flop, der Mario-Konzern braucht Geld und damit scheinen die Straßen des Mobile-Gamings förmlich gepflastert zu sein. Während die Miitomo-App zwar irgendwie ganz niedlich, aber letztlich unter „ferner liefen“ zu verbuchen war, hat Nintendo mit Pokémon Go dagegen ein ganz heißes Eisen im Feuer! Wir verraten euch, wie ihr das Game schon jetzt zocken könnt! Und worauf ihr unbedingt achten müsst!

Bei Pokémon Go geht es wie bei jedem Pokémon-Spiel darum, die vielen knuddeligen Taschenmonster einzufangen. Der Clou dabei ist, dass ihr Go im Freien spielt, indem das sogenannte Augmented-Reality-Spiel die virtuellen Abbilder der Viecher auf den Bildschirm eures Handys mit der realen Umgebung kombiniert, die ihr durch eure Kamera seht. Also geht ihr mit eurem Smartphone-Scanner auf die Straße und sucht nach Pikachu und seiner wilden Meute. Diese ist über die ganze Welt verstreut, weshalb die App anhand der GPS-Daten stets checkt, wo ihr euch gerade befindet. Ist ein Monster in der Nähe, vibriert euer Gerät.

Klingt gerade für Fans sehr unterhaltsam, doch in Deutschland blicken ambitionierte Pokémon-Trainer bisher leider in die Röhre, da das Spiel hierzulande noch nicht offiziell erhältlich ist! Dennoch könnt ihr schon mal auf die Jagd gehen, indem ihr euch die 'Pokémon Go Android-APK' herunterladet. Diese App enthält keine Geo-Sperre und es gibt sie sogar in einer deutschen Übersetzung. Wer nach dem Download in den Einstellungen die 'Installation von Apps aus unbekannter Quelle' erlaubt, kann direkt loslegen.

iOS-User haben es da etwas schwieriger. Da es die App bisher nur in den USA, Australien und Neuseeland gibt, werdet ihr wohl oder übel eine lokale Apple-ID in einem der App Stores anlegen müssen. Diese Apple-ID muss dann auf eurem iPhone angemeldet werden, woraufhin ihr das Spiel herunterladen könnt. Wechselt ihr dann wieder zu eurer eigentlichen ID, erhaltet ihr aber leider keine Updates.

Für Windows 10 Mobile gibt es Pokémon Go aktuell übrigens nicht!

Vorsicht vor Betrügern!

Wenig überraschend zieht der enorme Erfolg des Spieles Betrüger magisch an. Bereits jetzt sind mit Trojanern infizierte Versionen im Umlauf, die sensible Informationen ausspionieren und das Smartphone sogar fernsteuern, wie das Sicherheitsunternehmen Proofpoint berichtet. Dort rät man insbesondere dann zur Vorsicht, wenn die App beim Herunterladen ungewöhnlich viele Berechtigungen – z.B. Zugriff auf besuchte Webseiten – verlangt. Ob die Schadsoftware vom Virenscanner erkannt werden kann, ist noch nicht bekannt.

Hinzu kommt, dass der App-Entwickler Niantic alle Informationen, die ihr durch die Nutzung preisgebt, sammelt und speichert! Dazu gehören IP- und E-Mail-Adresse, euer Standort, der Username und die Internet-Seiten, welche ihr zuvor besucht habt. Und solltet ihr die Option nicht deaktiviert haben, erhält Ninatic Zugriff auf euer gesamtes Google-Konto, sobald ihr euch damit anmeldet.

Zuguterletzt ist Pokémon Go aufgrund der stets aktivierten mobilen Datenverbindung, des GPS sowie des Bildschirms ein wahrer Akku-Killer!

Viel Licht und Schatten also im Lande der Knuddelmonster. Insbesondere Eltern, deren Kinder auf Pokémon abfahren, sollten sich bei aller Freude darüber, dass die Blagen endlich mal wieder rausgehen, über die Gefahren bewusst sein.