Ist es wirklich schon 25 Jahre her, seit wir mit großen Augen die Technik-Demo eines 3-D-animierten T-Rex auf der brandneuen Playstation bei einem Kumpel bestaunt haben und sofort beschlossen: Das Teil will ich auch! Genau wie wir ging das Medium Videospiel seinerzeit in die Adoleszenzphase über, nachdem es, geprägt durch die seinerzeit allgegenwärtigen familienfreundlichen Nintendo-Motive, lange spöttisch als Kinderkram abgetan wurde.

Mittlerweile sind Videogames erwachsen geworden, prägen die Popkultur maßgeblich und werfen mitunter mehr Geld ab als Hollywood und die Musikindustrie zusammen. Es war ein steiniger Weg, auf dem die Playstation einen Meilenstein darstellt, öffnete sie doch auch Konsolenzockern endlich ein Tor in bis dato unbekannte 3-D-Welten.

Herzlichen Glückwunsch nachträglich

Anlässlich des 25. Jahrestages der Konsole setzt Sony mit der „Playstation Classic“ dieser wichtigen Ära ein kleines Denkmal, und springt damit auf den Mini-Zug auf, den Nintendo mit dem „Classic Mini NES“ in Gang gesetzt hat. Soll heißen, die gute alte Playse wurde auf Handtellergröße eingedampft und mit Anschlüssen für moderne Fernsehgeräte sowie einer Auswahl aus 20 fest auf einer internen Festplatte installierten Spielen versehen.

Nicht nur die Mini-Konsole wurde dem Original aus dem Jahr 1994 liebevoll nachempfunden, selbst die Verpackung beamt euch zurück in eure Jugend. Gleiches gilt für die zwei mitgelieferten Pads, die natürlich nicht geschrumpft worden sind, deren Kabel aber gerne etwas länger hätten ausfallen dürfen. Hier hat man Nintendo wohl etwas zu genau auf die Finger geguckt.

Dass auf Rumble-Funktion und Sticks verzichtet wurde, dürfte bei jüngeren Zockern indes für Irritationen sorgen. Dies ist freilich der Werktreue zum Original geschuldet, allerdings gab es den Dualshock auch schon für die erste Playstation, und das Zocken der Titel insbesondere der zweiten Lebenshälfte der Konsole fällt mit dem Steuerkreuz dann doch etwas hakelig aus.