Wegen US-Rassismus-Protesten: Sony verschiebt PlayStation 5 Event – An diesem Donnerstag hätte es soweit sein sollen. Sony wollte der Weltöffentlichkeit die PlayStation 5 und erste Spiele in einem großen Event präsentieren. Doch daraus wird vorerst nichts. Der Konzern hat die Präsentation aufgrund der Unruhen in den USA verschoben.

Man wolle ein Zeichen setzen, da die Zeit gerade nicht zum Feiern geeignet sei, heißt es in der Begründung zur Absage des PlayStation-5-Events: „Für den Moment wollen wir uns zurückhalten und es ermöglichen, dass wichtigere Stimmen zu Wort kommen“, verkündete das Unternehmen über sein offizielles Twitter-Profil.

Auf ebendiesem Profil hatte Sony zuvor unter dem Hashtag #BlackLivesMatter Position zu den Unruhen im Land bezogen. Seit dem Tod von George Floyd sind Tausende in den USA auf den Straßen und demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt. Unter den Demonstranten gibt es sowohl friedliche Proteste als auch gewalttätige Ausschreitungen.

Über sein Twitter-Konto teilte Sony Playstation mit, dass man Rassismus und Gewalt gegen „die schwarze Community“ verurteile. Eine Zukunft, die von Empathie und Inklusion geprägt ist, sei hingegen das Ziel. Als Unternehmen stehe man hinter „schwarzen Schöpfern, Spielern, Mitarbeitern, Familien und Freunden“.

Auch Sonys Hauptkonto jenseits der Marke PlayStation stößt in ein ähnliches Horn:

„Unsere Produkte können ersetzt werden“, heißt es dort angesichts von Plünderungen. „Geht das auch mit Leben?“ Momentan beziehen etliche Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter auch im Videospielbereich, eindeutig Position gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Die PlayStation 5 soll trotz der Corona-Krise zum Weihnachtsgeschäft 2020 in den Ladenregalen stehen. Gamer weltweit warten seit der ersten Ankündigung der Konsole sehnsüchtig auf Neuigkeiten zur Hardware und bewegte Bilder von den Spielen. Sony hatte ursprünglich vorgehabt, der Welt am Donnerstag „Die Zukunft des Gamings“ zu präsentieren.

Wann es nun zu einer neuen Präsentation kommt, steht noch nicht fest. Bekannt hingegen ist, dass diese wie bei vielen Videospielherstellern pandemie-bedingt im Videostream-Format stattfinden wird, weil wichtigste Messen ausgefallen sind und durch digitale Streams ersetzt werden müssen.

Quelle: spiegel.de