Die Zeit der Gerüchte und Halbwahrheiten nähert sich dem Ende für Sony-Fans, die sehnsüchtig der neuen Playstation 5 entgegenfiebern. Jetzt sind erste Details durchgesickert, was die Leistungsfähigkeit, Ladezeiten, die Menge der Prozessorkerne und die allgemeine Leistungsfähigkeit der Konsole betrifft. Diese stammen von niemand Geringerem als Mark Cerny, seines Zeichens Systemarchitekt bei Sony.

Der Mann weiß, wovon er spricht, hat er doch auch schon die PlayStation 4 technisch konzeptioniert – eine Konsole, die bis heute ein durchschlagender Erfolg für das Unternehmen ist. Gegenüber „Wired“ offenbarte Cerny, dass die Hardware der neuen Playstation auf einem System-on-a-Chip, also einer kombinierten Hauptprozessor- und Grafiksystem-APU, von Radeon basieren wird.

Das Herz der Konsole fußt damit auf satten acht CPU-Kernen in hochmoderner Zen-2-Architektur, die auch in der Ryzen 3000 (Matissse)-Architektur von AMD bei entsprechenden PCs zum Einsatz kommt. Die Grafiklösung basiert dabei auf Navi-Technik und soll auch die bei modernsten PC-Grafikkarten zur Anwendung kommende Raytracing-Technik unterstützen.

Natives 4k bei 30 Frames?

Die Teile werden dabei im 7-nm-Verfahren hergestellt. Auch beim Speicher könnte uns eine große Änderung ins Haus stehen: Seit 2015 schon steht Cerny im Kontakt mit Spieleentwicklern, wenn es um das Thema rasanter SSDs statt Standard-Festplatten für die Playstation 5 geht. In dem von Cerny im „Wired“-Interview mitgebrachten Entwickler-Kit, also quasi einer nicht für den Handel bestimmten Entwickler-Version der Konsole, arbeitete bereits solcher Flash-Speicher.

Da die Playstation 5 abwärtskompatibel werden wird, konnte der Systemarchitekt „Wired“ das PlayStation-4-Spiel „Spider-Man“ auf dem neuen System zeigen – eine vorgestellte Schnellreise durch das virtuelle New York lud nicht in 15 Sekunden wie auf der PlayStation 4 Pro, sondern dank SSD in gerade einmal 0,8 Sekunden, also über 18 Mal schneller. Auch soll die Playstation 5 natives 4K und hochskaliertes 8K in Sachen Auflösung bieten.

Einen definitiven Preis sowie einen Erscheinungstermin oder Daten zur Größe des Arbeitsspeichers gibt es noch nicht, aber laut Mark Cerny soll Sony mit der Produktion noch vor Herbst 2020 beginnen. Branchen-Experten sind sich daher sicher, dass die Konsole Weihnachten 2020 im Handel stehen könnte. Unsere Partner von „Gameswelt“ halten einen Preis zur Markteinführung von 599 Euro für vorstellbar, alles weitere dazu findet ihr im Video unten.

Quelle: gameswelt.de