Das ist gut/schlecht:

Nach nunmehr einem Jahr ist der exklusive Konsolen-Deal mit Microsoft Geschichte, und „PUBG“ schlägt direkt auf der PS4 ein. Hatte die Xbox One zum Start noch mit herben Kinderkrankheiten zu kämpfen, macht sich die zusätzliche Entwicklungszeit auf der Playstation im Vergleich direkt bemerkbar. Das Spiel läuft deutlich runder und stabiler und kommt natürlich gleich zu Beginn in vollem Umfang daher.

Was bei der Playstation-Version direkt auffällt, ist, dass euch das Spiel nur dann als Duo oder Squad antreten lässt, wenn auch genügend Spieler am Start sind. Allerdings tummeln sich schon jetzt so viele Spieler online, dass wir es bislang nie mit langen Wartezeiten zu tun bekamen. Anders verhielt es sich bei den First-Person-Matches, doch auch das dürfte sich mit steigenden Spielerzahlen demnächst wohl erledigt haben.

Das dürfte dann wohl auch für die freie Wahl der Karten gelten, die aktuell noch nicht möglich ist. Das Spiel gibt euch vor, ob ihr auf der altehrwürdigen Map „Erangel“, in „Miramar“ oder auf der kleinsten Karte „Sanhok“ antretet. Das derzeit im Testserver bespielte Schneegebiet „Vikendi“ soll im Januar offiziell Einzug ins fertige Spiel finden.

In Sachen Steuerung orientierten sich die Macher am Layout der Xbox-One-Version. Das bedeutet, dass einige der Knöpfe doppelt belegt sind und es einer mit vielen Toden erkauften Einarbeitungszeit bedarf. Speziell die Inventarverwaltung lässt euch immer wieder viele bange Sekunden im Menü wühlen. Zudem ist mit dem Pad natürlich nicht die Präzision einer Maussteuerung zu erreichen, weshalb die Kämpfe auf der Konsole tendenziell eher im Infight ausgetragen werden.

Wirklich hübsch war „PUBG“ eigentlich noch nie. Wer jedoch die PC-Version in bester Qualität gewohnt ist, wird für die PS4-Version nur ein müdes Lächeln übrig haben. Matschige Texturen und auffällige Pop-ups sind hier Alltag. Zudem kann es die Framerate nicht mal ansatzweise mit der des Rechenknechtes aufnehmen, läuft aber während der eigentlichen Matches immerhin stabil. 

Dem Erfolg auf der Playstation 4 werden diese Mankos vermutlich keinen Abbruch tun. Battle-Royal ist in aller Munde, und „Fortnite“ ist schließlich was für Kinder, die gerne bescheuert tanzen.

Battle-Royal für Erwachsene! Die Macher haben aus dem vermurksten Konsolen-Einstand auf der Xbox One gelernt und legen auf Sonys Daddelkiste mit „PlayerUnknown‘s Battlegrounds“ einen sauberen Start hin. Mit dem PC kann zwar auch diese Version in keinem Punkt mithalten, dem Erfolg auf der Playstation wird dies jedoch sicherlich keinen Abbruch tun.