Das ist gut/schlecht:

Ob nun Tower-Defense oder Shooter, die „Plants vs. Zombies“-Reihe besticht seit jeher durch einen munteren Comic-Look und hat sich selbst noch nie allzu ernst genommen. Das ist auch im neuesten Ableger der Fall, der dank aufpolierter Optik in flüssiger 3-D-Grafik dazu noch so schick daher kommt wie noch nie. Zwar ist ein bunter und schriller Look in dem Genre schon lange kein Novum mehr, „PvZ“ besticht im Gegensatz zur Konkurrenz aber nach wie vor mit seiner frechen Inszenierung und den ikonischen Figuren beider Lager. Wobei es uns persönlich die Pflanzen etwas mehr angetan haben.

Aber ob ihr nun Gammelfleisch oder vegane Kost bevorzugt, jede der Charakterklassen spielt sich wunderbar eingängig und griffig. Die Neuzugänge fügen sich dabei gut in den bestehenden Kader ein und erweitern durch ihre neuen Waffen und Fähigkeiten eure taktischen Möglichkeiten. Allen voran die Teamcharaktere Eichel und Weltraumkadett.

Während erste sich auf Seiten der Pflanzen in einen Baum verwandeln kann, auf den weitere Spieler aufspringen können, um von dort aus Feinde aufs Korn zu nehmen, finden Zombie-Kollegen im Fluggerät des Kadetten Platz, um fortan als schwebendes Geschütz das Schlachtfeld unsicher zu machen. Schön übrigens, dass jede Figur nun standardmäßig sprinten darf. Schade wiederum, dass die aus dem Vorgänger bekannten Unterklassen gestrichen wurden. Aber da die Macher regelmäßige Neuerungen versprochen haben, kann das ja noch kommen.

Bis dahin tobt ihr euch zwischen den Online-Matches bei diversen Mini-Spielen im als Freizeitpark angelegten Social-Hub aus, oder geht es Solo beziehungsweise im Koop – und das sogar im dieser Tage schmerzlich vernachlässigten Splitscreen-Modus – in den drei offenen Gebieten etwas ruhiger an. Dabei sollte man allerdings auf keine vollwertige Kampagne hoffen. Vielmehr warten recht einfallslose Standard-Aufträge und reichlich KI-Gegnervolk auf euch, die zu erfüllen respektive zu erledigen zwar rasch an Reiz verliert, aber immerhin als Training für die eigentliche Kernkompetenz des Titels dient: launige Online-Multiplayer-Gefechte.

Mit bis zu 24 Spielern geht es in den bereits bekannten Deathmatch- oder King-of-The-Hill- Varianten zur Sache. Insgesamt sechs verschiedene Online-Modi stehen aktuell zur Auswahl. Als gelungener Neuzugang hat sich dabei die Kampfarena erwiesen. Hier treten zwei Viererteams gegeneinander an, allerdings mit der Einschränkung, dass ihr jede Runde eure Figur wechseln müsst. Immer nur mit seiner favorisierten Charakterklasse aufzutrumpfen, ist also nicht drin. Kämpft ihr indes lieber Rücken an Rücken, steht mit Garten- beziehungsweise Friedhofkommando abermals ein geselliger Horde-Modus zur Verfügung.

Alles in allem nicht viel Neues, dafür aber umso mehr Gutes. „Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighbourville“ eignet sich dank seiner Einsteigerfreundlichkeit prima für Anfänger, während es für alte Hasen dank der vielen aufzulevelnden Charakterklassen genug auszuloten gibt. Die Modi funktionieren und machen trotz, oder vielleicht auch gerade wegen, dem dezenten Hang zum Chaos durch die Bank ordentlich Laune, Technik und Inszenierung stimmen und regelmäßiger Nachschub an Inhalten ist versprochen. Shooter-Herz, das du nicht immer bierernst dreinblicken magst, was willst du mehr?!

„Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville“ ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.