Das ist schlecht:

Der Spaß an der Sache steht und fällt mit den Mitspielern. So wird Solo-Spielern lediglich eine halbgare Pseudo-Kampagne geboten, die letzten Endes nur als Tutorial taugt, und aufgrund der unberechenbaren KI – von deren Leistung man in einem teambasierten Spiel nun einmal abhängig ist – zudem auch noch zum Glückspiel verkommt. Aber immerhin verdient ihr auch solo Erfahrungspunkte, die ihr in kosmetische Veränderungen eurer Fahrer und Gefährte investieren könnt.

Schade auch, dass die verschiedenen Fahrzeuge zu wenig Persönlichkeit mitbringen, um sich ernsthaft auf ein spezielles Vehikel und dessen Fähigkeiten spezialisieren zu wollen, wie es bei Helden-Shootern, die offenkundig als Vorbild dienten, der Fall ist. Zu ähnlich das Fahrverhalten, zu ähnlich die Fähigkeiten. Und so entscheiden bei den Matches oft nicht das Können, sondern der Faktor Chaos und das nötige Quäntchen Glück.

Von daher ist es fast schon enttäuschend, dass man sich nicht zumindest wahlweise auch in „normalen“ Rennen messen kann. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn „Onrush“ soll in Zukunft durch Patches mit neuen Inhalten versorgt werden. Und das ist auch nötig, denn besonders umfangreich ist das Paket in der aktuellen Form nicht.

„Onrush“ ist ab sofort für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Ruppig, frech und verdammt schnell. Offensiver Team-Raser mit origineller Prämisse, blitzsauberer Technik und latentem Hang zum Chaos, dem es in der aktuellen Form etwas an Umfang mangelt. Online enorm spaßig, Solospielern wird jedoch kaum etwas geboten.