Das ist schlecht:

Ein Teil von uns hat beim Spielen immer drauf gewartet, dass am Ende dann doch das eine große gemeinsame Ziel der Helden steht. Bislang vergebens. Bis auf ein paar sporadisch gewechselte Sätze und natürlich in den Kämpfen findet keinerlei Interaktion zwischen den Figuren statt, was angesichts der gemeinsamen Erlebnisse etwas befremdlich anmutet. Die jeweiligen Schicksale werden kommentarlos hingenommen und die nicht handelnden Charaktere zu Pappkameraden degradiert.

Das hat allerdings den Vorteil, dass man sich dadurch nicht durch noch mehr Dialoge klicken muss, die gerade zu Beginn reichlich ermüdend ausfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass die einzelnen Geschichten nicht unbedingt einen Originalitätspreis gewinnen werden und sich viele Gespräche auf dem Niveau eines Kinderbuches bewegen.

Und so gestaltet sich vor allem der Einstieg reichlich zäh, bis euch das Spiel dann irgendwann mehr Freiheit gewährt und vor allem durch optional erlernbare Berufsklassen taktisch erst so richtig Fahrt aufnimmt. Kämpft euch also durch. Es lohnt sich!

„Octopath Travler“ ist ab sofort exklusiv für Nintendo Switch erhältlich.

Unerhört charmant präsentiertes Retro-Rollenspiel, das die Tugenden der goldenen 16-Bit Ära feiert, dank eigener Ideen und moderner Technik aber dennoch verblüfft frisch wirkt. Eine echte Rollenspiel-Perle für das Switch-Schmuckkästchen, die sich nicht nur Fans der 90er auf keinen Fall entgehen lassen sollten.