Videospiele waren einst eine wahre Schatzkiste voller kreativer Ideen. Doch ähnlich wie aus einem verspielten Kind ein nüchterner Erwachsener wird, ist auch die Games-Industrie groß geworden, wo mittlerweile eine neue Map fast schon das höchste der innovativen Gefühle darstellt. Und dann kommt Nintendo, wie so oft, mit einer abgefahrenen Idee um die Ecke, an die niemand zuvor auch nur gedacht hat, und krempelt einfach mal alles um. Anstatt durch immer krassere Grafik ein immer tieferes Eintauchen in digitale Welten zu ermöglichen, taucht man dank „Nintendo Labo“ gewissermaßen wieder auf und stellt dabei fest, dass man am Ende gar nicht so erwachsen geworden ist, wie man dachte. Und das ist auch verdammt gut so.

Schon die Switch an sich stellt mit ihren abnehmbaren Controllern und vielen Möglichkeiten eine enorm vielseitige Spielekiste dar, die Funktionalität über den allgegenwärtigen Technikwahn erhebt. Die Idee, die einzelnen Komponenten der Konsole mit selbstgebastelten Papp-Konstrukten in Verbindung zu bringen, um Spielkonzepte irgendwo zwischen Analog und Digital zu realisieren, beweist jedoch eindrucksvoll, was da noch alles geht.