Videospiele und die darin behandelten Themen sind erwachsen geworden. Vom Leben gezeichnete Helden, mit düsterer Vergangenheit und/oder egoistischen Motiven, setzen brutale Gewalt als Hebel an, um ihre Konflikte zu lösen. So oder so ähnlich lässt sich der Grundtenor vieler erfolgreicher Titel dieser Tage zusammenfassen. Das soll nicht als Kritik verstanden werden. So ist der Lauf der Dinge nun mal. Aber sehnt ihr euch nicht auch manchmal in eure Kindheit zurück? Als alles noch irgendwie bunter erschien und das Gute stets siegte? Dann gönnt euch doch einfach mal einen erholsamen Urlaub in der zauberhaften Welt von „Ni No Kuni 2“, einem Rollenspiel, dessen sonniges Gemüt eine äußerst wohltuende Wirkung auf blutgebadete Zockerseelen ausübt.

Darum geht’s:

Es sei vorangestellt, dass ihr zum Verständnis von „Ni No Kuni 2“ den Vorgänger nicht gespielt haben müsst. Die Handlung steht mit dem neuen Helden-Cast nicht nur auf eigenen Beinen, auch das Kampfsystem und viele Spielelemente wurden für das Fantasy-Rollenspiel von Grund auf neu konzipiert.

Die Geschichte setzt hunderte von Jahre nach den Ereignissen des Erstlings an und beginnt mit einem Putsch im Königreich Katzbuckel. Der junge Prinz Evan rückt nach dem durch Gift herbeigeführten Tod seines Vaters unfreiwillig in der Rangfolge auf, steht den Intrigen und Machenschaften des hinterhältigen Ratoleon jedoch in seiner Unerfahrenheit machtlos gegenüber. In einer Paralleldimension – die unserer Gegenwart verdächtig ähnelt – muss der Präsident eines Landes indes mit ansehen, wie eine Rakete inmitten einer großen Stadt explodiert und verliert infolge der massiven Druckwelle das Bewusstsein.

Als er wieder erwacht, findet er sich in einem jüngeren Körper in Katzbuckel wieder und nimmt sich sogleich des um sein Reich geprellten Königs an. Die beiden fliehen gemeinsam und fassen den Entschluss ein neues Königreich zu errichten, in dem die Einwohner frei von Konflikten ein glückliches Leben führen können. Bis es jedoch so weit ist, gilt es, neue Freunde um sich zu scharen, massenweise Monster zu verkloppen, ach ja … und natürlich die Welt zu retten.