„Need for Speed: Heat“ im Test für PS4 und Xbox One – Drehten wir zu besten „Most Wanted“ und „Hot Pursuit“-Zeiten noch begeistert unsere Runden auf den anarchischen Straßen von „Need for Speed“, ist die Lust an der Rennspiel-Reihe in den letzten Jahren arg abgeflaut. Schuld daran war eine von äußerst fragwürdigen Designentscheidungen geprägte Findungsphase, während der die jeweils aktuellen Macher die Reihe entweder eher schlecht als recht neu erfinden wollten, oder holprig wieder auf einen Zug aufzuspringen versuchten, der schon viel zu lange abgefahren war. Doch die Experimente der letzten Jahre hatten durchaus auch ihre guten Aspekte, die man mit dem aktuellen „Need for Speed: Heat“ nun unter einem Banner vereinen möchte.

Darum geht’s:

„Need für Speed: Heat“ hat von daher zumindest theoretisch einiges zu bieten. In der frei befahrbaren Stadt Palm City, die unverkennbar an das gute alte Miami angelehnt ist, nehmt ihr am Tage an legalen Straßenrennen teil, während ihr euch in der Nacht hitzige Gefechte mit der illegalen Underground-Szene und den Cops liefert, die dem neon-bunten Treiben ein Ende bereiten wollen. Um dabei konkurrenzfähig zu bleiben, wird wieder getunt bis der Schweller kracht – und abermals seid ihr der Neuling in einer hippen Crew.

Schließlich ist in dieser ein Platz frei geworden, nachdem es einer knallharten Task-Force unter der Leitung des übellaunigen Lieutenant Mercer gelungen ist, euren Vorgänger zu stellen und derart einzuschüchtern, dass dieser mit eingeklemmtem Schwanz die Stadt verließ. Fortan ist es an euch … öhm … also… na ja, zu gewinnen halt, weil irgendjemand irgendwem aus irgendwelchen Gründen ans Bein pissen will. Keine Ahnung, wir haben nicht richtig zugehört. Eine gute und vor allem glaubwürdige Story zu erzählen, hat „Need für Speed“ nämlich auch mit „Heat“ nicht gelernt.