Dann wäre da natürlich noch die Gelddruckmaschine von „NBA 2K21“ namens „Mein Team“. Doch so reizvoll es auch klingen mag, sich seine Wunschmannschaft aus den Helden verschiedener Ären des Sportes zusammen zu puzzeln, um damit online gehörig auf den Putz zu hauen, so nervig ist es, sich die nötige Kohle für zufällig zusammengestellte Sammelkartenpacks ingame zusammenzukratzen.

Ergo wird man mehr oder weniger höflich immer wieder mit der Nase darauf gestoßen, wie viel einfacher es doch wäre, mit echtem Geld zu bezahlen. Zwar hat man sich klugerweise das bitterzynische Casino aus dem Vorjahr gespart, dennoch kann man sich auch in „NBA 2K21“ spielerische Dominanz ganz bequem erkaufen.

Das betrifft übrigens auch den „Meine Karriere“-Modus, in dem ihr nicht nur Charakterwerte gegen Geld verbessern könnt, sondern auch Unmengen in digitalen Klamotten-Nippes versenken und euch sogar namhafte Sportdrinks einverleiben könnt, um im Spiel länger sprinten zu können.

Freilich kommt man auch ohne Echtgeld aus, wenn man bereit ist, auf hippe Klamotten und coole Tattoos zu verzichten. Dann muss man allerdings grinden, grinden, grinden … und das zehrt bald ganz gewaltig an der Motivation.

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hier noch das versprochene Nachwort zum Thema „Next Gen“: Ein Gratis-Upgrade für PS5 oder Xbox Series X gibt es nur für Besitzer der „Mamba Forever“-Edition von „NBA 2K21“, die mit rund 99 Euro zu Buche schlägt. Käufer der normalen Edition dürfen also noch mal löhnen.

Fazit:

Nach wie vor konkurrenzlos gute Basketball-Sim mit enormen Umfang und schicker Optik, die sich jedoch weitgehend auf dem technischen und inhaltlichen Grundgerüst des Vorgängers ausruht. Und auch in diesem Jahr bittet euch „NBA 2K21“ wieder mal reichlich dreist mit teils spielentscheidenden Mikrotransaktionen zur Kasse.

„NBA 2K21“ ist für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, Google Stadia und PC erhältlich.