Die NBA-Reihe aus dem Hause 2K hat einiges mit dem EA’schen FIFA gemein: In beiden Fällen handelt es sich um Platzhirsche, die in ihrem digitalen Sportbiom kaum noch Fressfeinde haben, beide erscheinen in einem jährlichen Turnus mit behutsam verstellten Schräubchen in Sachen Gameplay und verbesserter Technik und beide wollen mit Mikrotransaktionen über den eigentlichen Kaufpreis hinaus Geld ins Entwicklersäckel spülen. Generell ist Letzteres nicht verwerflich, doch speziell „NBA 2K19“ überspannte den Bogen gewaltig. Ob es „NBA 2K20“ in diesem Jahr besser macht?

Das ist gut:

Es gibt durchaus Konkurrenz auf dem digitalen Basketballplatz. Allerdings ist es bislang keinem anderen Basketballspiel gelungen, die Atmosphäre des Sportes auch nur ansatzweise so gelungen einzufangen, wie es ein „NBA 2K“ vermag. Bereits im letzten Jahr waren wir von Technik und Spielbarkeit begeistert, freuten uns über eine gelungene Story im unterhaltsamen Karrieremodus und fragten uns wie so oft, was man da noch besser machen will. Abgesehen vom Verzicht auf Mikrotransaktionen natürlich, aber dazu später.

Zunächst einmal fällt Kennern der Reihe die abermals verfeinerte Grafik auf. Vor allem in Sachen Animationen wurde nachgebessert, sodass ihr einzelne Spieler nicht nur anhand ihrer Bewegungen erkennen könnt, sondern das gesamte Spielgeschehen deutlich flüssiger und weniger … „videospieliger“ wirkt. Ein enormer Schritt nach vorne auf dem Weg zur perfekten TV-Inszenierung, und zwar konsolenübergreifend. Aufgrund der stärkeren Hardware spielt es sich auf der knackescharfen Xbox One X natürlich am prächtigsten, um den Unterschied zur Playstation Pro zu finden muss man aber schon nahe an den Bildschirm herantreten. Und auch auf den alten Kisten liefen unsere Spiele erfreulich flüssig und ohne nennenswerte Probleme.