Der alljährliche Sportspiel-Herbst hat begonnen. In schneller Folge buhlen in nächster Zeit viele namenhafte Sportarten in ihrer digitalen Form um eure Aufmerksamkeit. Den Anfang macht der Basketball-Profi 2K Sports mit ‘NBA 2K17’. Bereits der Vorgänger aus dem letzten Jahr hat uns in nahezu jeder Hinsicht überzeugt. Konnten die Macher dennoch einen draufsetzen? Wir verraten es euch!

Darum geht's:

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die ‘NBA 2K’-Reihe zum Besten gehört, was man im Konsolensektor in Sachen Basketball geboten bekommt. Gemeckert haben wir im letzten Jahr hauptsächlich über das arg kitschige Drehbuch des Story-Modus, welches aus der Feder des Oskar-Gewinners Spike Lee stammte. Glücklicherweise durfte der Mann dieses Jahr nicht ran, dafür aber ihr wieder als Neuling, der seine Karriere von einer Bank am College aus startet. Darüber hinaus dürft ihr euch natürlich online mit der Welt messen oder in mehreren Managermodi versuchen. Darunter auch die beliebte Trading-Card-Variante. Alte Hasen finden sich in den Modi folglich sofort zurecht. Neu hingegen ist der Playoff-Modus, der euch ohne große Umschweife in das hitzige Gefecht der KO-Phase einer laufenden Saison wirft.

Das ist gut:

Der größte Lapsus des vergangenen Jahres ist mit Spike Lee Geschichte. Befreit von all dem Drama-Ballast des Vorgängers spielt sich die Karriere gleich sehr viel angenehmer. Diesmal übrigens glücklicherweise mit einer vollständigen Rookie-Saison. Neben den eigentlichen Spielen, widmet ihr euch dem Training, verhandelt mit euren Sponsoren und erlebt in den Cutscenes, wie eine Freundschaft entsteht. Doch auch die Managermodi „MyGM“ und „MyLeague“ wissen die Taktiker unter euch mit ihrer Vielzahl an Optimierungsoptionen über eine lange Zeit hinweg zu unterhalten. Das spielerische Grundgerüst des Vorgängers war bereits grandios, weshalb die Macher gut damit beraten waren, lediglich an den vielzitierten Schrauben zu drehen. So setzt die KI gemäß tatsächlicher Trends im Basketball nun deutlich häufiger auf Würfe von der Drei-Punkte-Linie. Zudem habt ihr dank des überarbeiteten Wurfsystems nun mehr Kontrolle über eure Korbleger. Je nachdem, in welche Richtung und wie stark ihr den rechten Stick drückt, wechselt ihr eure Wurftechnik. Das erfordert ein wenig Einarbeitung und Feingefühl, geht jedoch bald flott von der Hand und verfeinert das eigene Spiel ungemein. Dankenswerterweise hilft euch diesmal ein Tutorial dabei, die Grundlagen zu erlernen!
Die Präsentation ist abermals erstklassig und lässt speziell für Fans des US-Sports weder in optischer noch in akustischer Hinsicht Wünsche offen. Natürlich wurde in jeder Hinsicht nachgebessert. So ist das Publikum nun dynamischer, die Animationen sind – speziell bei Kollisionen zwischen zwei Spielern – einen Tick feiner und selbst bei den Kommentatoren hat man nachgelegt, so dass immer wieder neue Stimmen zu hören sind.

Das ist schlecht:

Wie gesagt bleiben wir im Wesentlichen von einer vor Pathos triefenden Geschichte im Karriere-Modus verschont und doch gelingt es den Machern auch diesmal nicht, eine Geschichte zu erzählen, die länger als einen Tag im Gedächtnis bleibt. Es wirkt alles recht beliebig und durch lange Ladezeiten streckenweise sogar äußerst zäh. Fragwürdig ist auch, dass man seine Fähigkeiten mit echtem Geld erkaufen kann. Das kann dann schon mal dazu führen, dass ihr online trotz fleißigen und „ehrlichen“ Trainings gegen Spieler unterlegen seid, die ohne echtes Geld keinen Stich gegen euch gesehen hätte.

NBA 2K17 ist ab sofort für Playstation 3 und 4, Xbox 360, Xbox One und PC erhältlich.

Der Vorgänger war schon grandios, doch dieses Spiel ist sogar noch besser! Angesichts der famosen Präsentation, der Liebe zum Detail und der fantastischen Spielbarkeit könnte man fast meinen, NBA 2K17 stünde unter den Basketball-Simulationen alleine auf den Platz. Aktuell kann da jedenfalls kein anderer Titel mithalten.