„Legend of Mana“ im Test für Nintendo Switch: Viele Spieler, die ein SNES besessen haben, werden sich sicherlich noch selig an den Klassiker „Secret of Mana“ erinnern. Seinerzeit traute man europäischen Spielern komplexe Rollenspiele noch nicht zu, weshalb dem Spiel in einer riesigen Verpackung gleich die Komplettlösung in Buchform beilag. Leider wurde aber nicht allen Titeln der in Nippon „Seiken Densetsu“ genannten Reihe eine Europa-Veröffentlichung zuteil.

So zum Beispiel „Legend of Mana“, welches ursprünglich auf der ersten Playstation in Japan erschien und dann lediglich (aber immerhin) den Sprung nach Amerika und Kanada schaffte. Nachdem Square Enix aber bereits den Vorgänger „Trails of Mana“ nach einer Frischzellenkur auch hierzulande spielbar machte, dürfen wir nach 22 Jahren auf Switch und PS4/5 nun endlich auch ganz offiziell die „Legend“-Lücke schließen.

Das Rollenspiel wurde optisch auf HD-Standard gehievt, die Musik aufwändig neu arrangiert – optional wählt ihr im Menü die klassischen Sounds – und eine praktische Schnellspeicherfunktion ist nun ebenfalls mit an Bord. Inhaltlich und stilistisch ist man dem Original ansonsten treu geblieben, was Vor- und Nachteile mit sich bringt.

„Legends of Mana“ beschritt seinerzeit äußerst unkonventionelle Wege, die auch heute noch als Alleinstellungsmerkmal fungieren. Bis auf die Tatsache, dass es am Ende gilt, den Mana-Baum wieder erblühen zu lassen, nachdem die magische Essenz beinahe in Vergessenheit geraten ist, gibt es kein narratives Ziel. Ihr wählt zwischen Männlein und Weiblein, sucht euch eine Waffe aus und findet euch auf einer komplett leeren Weltkarte wieder, die es zu füllen gilt.