Das ist schlecht:

Die genannten Extras verstecken sich nämlich in Kisten, die wiederum in der sogenannten „Krypta“ zu finden sind. In diesem Modus bewegt ihr euch wie in einen Action-Adventure über Shang Tsungs Insel, den Schauplatz des ersten „Mortal Kombat“, und müsst dabei sogar diverse Rätsel lösen, wenn ihr an wirklich jede Beute-Truhe wollt. Das klingt an sich ganz witzig, allerdings müsst ihr zum Öffnen dieser mit einer spielinternen Währung bezahlen, die ihr vor allem in den Türmen der Zeit verdient. Da die geforderten Summen teils enorm sind, erfordert dies jedoch enorm langatmiges Grinding, welches zu umgehen euch mit Echtgeld-Einsatz im Store freilich schmackhaft gemacht wird.

Blöd fanden wir auch, dass die Kisten zufällig bestückt werden, weshalb für die Krypta, wie auch für die Türme der Zeit, eine Online-Anbindung zwingend erforderlich ist. Das Beute-System wirkt in der jetzigen Form unausgegoren und wenig motivierend, allerdings haben die Macher schon eine Anpassung angekündigt, im Zuge deren auch gleich die fast schon ans Unfaire grenzenden Herausforderungen in den Türmen der Zeit entschärft werden. Da überdies keines der Extras einen ernsthaft spielentscheidenden Vorteil bringt, kann man das Ganze, bis es soweit ist, notfalls auch einfach ignorieren.

Blutiger, brutaler, besser! Mit seinem brachialen und direkten Kampfsystem trifft „Mortal Kombat 11“ voll ins Rote und sieht dazu so gut aus wie noch nie. Die Finisher übertreffen in ihrer vollkommen überzogenen Gewaltdarstellung alles bisher dagewesene, der Storymodus ist nicht weniger als der beste der gesamten Geschichte des Prügelspiels, und auch der Umfang stimmt. Lediglich der ausufernde Grind zum Freischalten der Extras und die teils unfairen Herausforderungen in den Türmen der Zeit geben (noch) Anlass zur Kritik. 

„Mortal Kombat 11“ ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich. Die Switch-Version folgt in Kürze.