Das ist schlecht:

Während das Spiel in Sachen Atmosphäre voll zu überzeugen weiß, bleibt es hinsichtlich des Shooter-Gameplays hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das ist vor allem der mageren Gegner-KI geschuldet, die meist wenig realistisch agiert und angemessene Manöver zwar gerne mal lauthals verkündet, dem aber keine Taten folgen lässt. Auch ist es uns gelungen, Feinde ungesehen zu meucheln, obwohl deren Kameraden direkt daneben standen.

Seltsam auch, dass Artjom zwar in den Ladebildschirmen eine Stimme hat, im Spiel aber selbst in den intensivsten emotionalen Momenten stumm bleibt, während alle andere um ihn herum durchaus gelungen deutsch vertont wurden. So haben wir zwar unsere Crew, trotz deren hölzerner Mimik, im Laufe der Reise sehr ins Herz schließen können, aber zu dem eigentlichen Helden Artjom keine wirkliche Beziehung aufbauen können.

„Metro: Exodus“ ist für Xbox One, Playstation 4 und PC erhältlich.

Knallharter Endzeit-Shooter mit Gänsehaut-Garantie. „Metro: Exodus“ sieht nicht nur Bombe aus, sondern macht mit viel Abwechslung und dichter Atmosphäre auch noch Bombenstimmung. Die Mischung aus weitläufigen Open-World-Zonen und den guten alten klaustrophobischen Tunneln ist genau richtig dosiert, der Survival-Aspekt motiviert und auch die Story weiß zu gefallen. Endlich mal wieder ein richtig geiler Singleplayer-Shooter!