Mad Max – ein Name, der in Ehrfurcht ausgesprochen wird, der Beginn von Mel Gibsons Karriere, ein Pionier des Endzeitfilmes, und – zumindest was den ersten Teil betrifft – mittlerweile 34 Jahre alt. Mit den neuen Konsolen wird der erste „Road Warrior“ nun endlich mit einem Spiel bedacht. Mann.tv war auf der Gamescom dabei, als hinter verschlossenen Türen erste Spielszenen vorgestellt wurden.

Darum geht’s:

Ihr seid Max, ein Ex-Cop den das Leben in einer Welt, deren Gesellschaft am Boden liegt, hart gemacht hat. Eine Welt, in der Wasser und Benzin das höchste Gut sind und ein fahrbarer Untersatz mehr zählt als ein Leben: Das Wasteland. Max sucht zwar den Frieden, wird jedoch Opfer der Umstände, als ihn ein gnadenloser Warlord windelweich prügelt und seines legendären Interceptors (übrigens ein Ford Falcon XB GT Coupé) beraubt. Das Ziel ist von nun an klar: Überlebe, schraub dir eine neue Karre zusammen und entkomme!

Das ist gut:

Die wahren Stars des Spieles sind die fetten Musclecars, die sich je nach Wunsch frei konfigurieren lassen. Laut Aussage der Entwickler sollen so Millionen (!) individuelle Wagen möglich sein. Zumindest wenn ihr die entsprechenden Teile aus den blutigen Händen eurer Widersacher reißt, aber das machen wir doch gerne. Wie? Das ist euch überlassen. Lasst die rostigen Eigenbau-Waffen sprechen, exekutiert eure Gegner mit der ikonischen abgesägten Schrotflinte, schleicht ins Lager um die durchgeknallten Straßenpunks hinterrücks zu meucheln, oder schweißt einen Kuhfänger an die Karre, brettert durchs Tor und überfahrt die Freaks ganz einfach. Na, wenn das nicht nach Spaß klingt!

Das ist schlecht:

Wir spielen zwar Max höchstpersönlich, doch leider entspricht sein Aussehen nicht dem Mel Gibsons. So nah man der Sache auch kommt, wird man das Gefühl nicht los, lediglich einen austauschbaren Platzhalter serviert zu bekommen. Spieler jüngeren Semesters dürfte das allerdings nicht stören. Zudem hatten wir den Eindruck, dass die Schlägereien dezent träge daherkommen oder zumindest nicht an die Dynamik des Free-Flow-Systems der Batman 'Arkham'-Reihe heranreichen. Das wird allerdings erst der Test beweisen. Na ja, und so schick das Ganze auch aussieht, ein statischer Himmel mutet so ganz und gar nicht Next-Gen an.

Die „Mad Max“-Thematik als riesiges Open World Actionadventure. Harte Prügeleien à la Batman, Festungsinfiltrationen im Stil von Far Cry 3, abwechslungsreiche Autokämpfe mit einer Karre, die wir selber zusammenbasteln ... und das Ganze in Next-Gen-Optik! Was könnte sich ein Kind der Achtziger mehr wünschen?