„Lost Judgement“ im Test für PS5 und Xbox Series – Nachdem wir uns zuletzt in „Like a Dragon“ von der mutigen Neuausrichtung der altehrwürdigen Yakuza-Serie begeistert gezeigt haben, ist in „Lost Judgement“ nun wieder Privatschnüffler Takayuki Yagami – kurz Tak – an der Reihe, die Straßen von Kamurocho und Ijincho (un)sicher zu machen.

Zwar stimmte dieser in seinem ersten Abenteuer bereits einen etwas anderen Ton an als der Ur-Held der Reihe, Kazuma Kiryu, doch im Vergleich zu den Abenteuern von Ichiban Kasuga in „Like a Dragon“ geht es in „Lost Judgement“ vergleichsweise wieder eher klassisch zur Sache. Und falls ihr von den vielen Namen nun verwirrt seid, dann habt ihr womöglich noch nie ein „Yakuza“ gespielt.

Darum geht’s:

Rund drei Jahren nach den Ereignissen des Vorgängers herrscht in Taks Detektei Auftragsflaute. Also zögern er und sein schlagkräftiger Kumpel Kaito nicht lange, als sie von zwei altbekannten Freunden nach Yokohama gerufen werden, die dort mittlerweile ein eigenes Investigativunternehmen betreiben, und Taks Hilfe brauchen.

Vordergründig geht es zunächst um einen Fall von Mobbing in einer Privatschule. Wie sich aber zeigt, gibt es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen in der Lehranstalt und einem Ex-Polizisten, der wegen sexueller Belästigung vor Gericht steht und im Zuge der Urteilsverkündung plötzlich auf den brutalen Mord an einem vermissten Referendar verweist. Das Opfer war einst selber Schüler an besagter Privatschule und stand unter Verdacht, den Sohn des Angeklagten seinerzeit derart gemobbt zu haben, dass dieser sich das Leben nahm.

Es ist nun an Tak, in einem Krimi voller dramatischer Wendungen und Offenbarungen das komplexe Geflecht an Fakten, Tätern und Opfern zu entwirren, und herauszufinden, was es mit dem Mord tatsächlich auf sich hat. Wer die „Yakuza“ Spiele kennt, weiß, dass es spielerisch damit aber natürlich noch lange nicht getan ist.