Willkommen zu einer wahren Legende unter den Spielen von damals. Das berühmt-berüchtigte „Wolfenstein 3D“ aus dem Jahre 1992 zog damals die Massen an und erlangte schnell den Status des Kult-Games. Der Ego-Shooter wurde zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung, 1994, in Deutschland bundesweit beschlagnahmt und auf den Index gesetzt. Eine Tatsache, die „Wolfenstein 3D“ nur noch populärer machte.

Darüber hinaus war das Game aber auch ein Meilenstein im Genre der Ego-Shooter, bewegte es sich für damalige Zeiten doch auf technisch höchstem Niveau aufgrund seiner 3D-Grafik. Nicht zu vergessen das rasante Shooter-Gameplay. Im Spiel selbst wurde Soldat William „B.J.“ Blazkowicz, zur „Wolfenstein“-Kultfigur, die bis heute auch in den Nachfolgern die Fans begeistert. Das Spiel polarisierte letzten Endes vor allem durch seine Gewalt und die Nazi-Symbolik.

Schließlich ging es darum, sich in der Rolle des Blazkowicz aus der Nazi-Gefangenschaft auf der Burg Wolfenstein zu befreien. Dabei musste man Horden von Wehrmachtssoldaten, SS-Männern und deutschen Schäferhunden wegballern und sich durch die vielen Labyrinthe auf diversen Ebenen kämpfen. Ja, das war fröhliches Rumgeballer mit Endgegnern wie General Fettgesicht oder Adolf Hitler.

Es dauerte übrigens satte 27 Jahre, bis „Wolfenstein 3D“ vom Index genommen wurde. Richtig, erst seit September 2019 ist dieser Ego-Shooter-Klassiker wieder frei verfügbar. Ein Fun Fact zum Schluss: „Wolfenstein 3D“ landete übrigens nicht wegen seiner Hakenkreuze auf dem Index. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften damals:

„Ob die stetige visuelle und akustische Präsenz dieser Symbole geeignet ist, rechtsextremistische Denk- und Verhaltensmuster zu verstärken, vermochten sie [das Prüfgremium] nicht zu beurteilen. Ausschlaggebend für die Indizierung war vielmehr die spielimmanente Verherrlichung des Selbstjustizgedankens sowie die positive Bewertung und Gewichtung anreißerisch gestalteter Todesszenarien.“