Während die einen in „Red Dead Redemption 2“ wie von der Hornisse gestochen von A nach B reiten und mit blauen Bohnen um sich schießen, verdingt sich eine andere Gattung von Videospielern im beschaulichen „Landwirtschafts-Simulator“ lieber als Landwirt, um am Lenkrad eines Traktors digitale Felder zu beackern. Mit Blick auf dramatische AAA-Titel mag das Bauernspiel lange Zeit belächelt worden sein, doch dank einer stetig wachsenden Fanbase und entsprechend hohen Verkaufszahlen hat sich die Arbeits-Sim mittlerweile zu einer echten Größe gemausert. Mit dem aktuellen „Landwirtschafts-Simulator 19“ möchten die Macher nun in jeder Hinsicht einen drauflegen. Ob das Spiel den hohen Ambitionen gerecht geworden ist, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Wie gehabt, versucht ihr euch auf mehreren Karten spielerisch am Beruf des Landwirts, indem ihr Felder bewirtschaftet, Gemüse und Früchte anbaut und erntet, in Viehzucht oder sogar Forstwirtschaft macht. Stellt das übergeordnete Ziel zunächst noch dar, finanziell überhaupt über die Runden zu kommen (je nach Schwierigkeitsgrad, versteht sich), investieren kluge Bauern bald in den mit über 300 offiziell lizenzierten Arbeitsgeräten gut bestückten Fuhrpark, um anspruchsvollere Aufgaben erfüllen zu können und somit noch mehr Geld zu verdienen.

Mit dem im Alpenvorland gelegenen Felsbrunn und dem uramerikanischen Ravenport stehen dabei zwei große Maps zum Beackern zur Verfügung, die aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen unterschiedliche tierische und pflanzliche Erzeugnisse im Fokus haben. Auf der europäischen Seite wollen Weizen, Kartoffel und Gerste geerntet werden, in den verneigten Staaten hingegen baut ihr Soja, Mais und Baumwolle an. Wem das nicht reicht, der darf sich über den ModHub auch an der aufpolierten Südamerika-Map „Estancia Lapacho“ des Vorgängers versuchen.

Doch das Bestellen der Felder, das Pflügen, Säen und Ernten ist nur ein Teilaspekt der Arbeit, für den ihr auch fleißige KI-Helfer engagieren könnt. Der Transport zu den verarbeiteten Betrieben obliegt indes ganz allein euch. Und auch die Tiere, zu denen neuerdings auch Pferde zählen, bedürfen einer intensiven Pflege, wenn ihr wollt, dass euer erstmals selbst erbauter Hof erblüht und gedeiht. Und wenn das Geld mal knapp werden sollte, könnt ihr immer noch Auftragsarbeiten auf den Feldern anderer Bauern über- oder im schlimmsten Fallen einen Kredit bei der Bank aufnehmen.

Online-Bauern gehen überdies abermals kooperativ an die Arbeit. Wer Lust auf einen gepflegten Konkurrenzkampf hat, misst sich hingegen im brandneuen PvP-Modus mit bis zu acht anderen Spielern.