Beschäftigt man sich abseits des AAA-Mainstreams mit Videospielen, kann man ob der unfassbaren Menge an modernen Indie-Titeln schnell den Überblick verlieren. Ein recht zuverlässiger Orientierungspunkt in diesem Pixel-Sturm stellt das Publisher-Label „Devolver Digital“ dar, unter dem Perlen wie „The Messenger“, schräge Blicke über den Tellerrand wie „Hatoful Boyfriend“ oder das längst zum Kultspiel avancierte „Hotline Miami“ veröffentlicht worden sind. Mit „Katana Zero“ hat man nun den nächsten potentiellen Kracher in die Repertoire-Trommel geladen und auf die Switch und PC-Spielergemeinde gefeuert. Ob der Schuss auch ins Schwarze getroffen hat, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Wenn Neon-Farben einer dystopische Großstadtristesse im formvollendeten Pixel-Look grelle Farbtupfer verleihen, erinnert das sicherlich nicht zufällig an das gnadenlos brutale „Hotline Miami“. Allerdings geht der Auftragskiller in „Katana Zero“ seinem blutigen Handwerk in der Seitenperspektive nach, und bevorzugt im Gegensatz zu seinem Shoot-'em-up-Kollegen den Nahkampf mit dem Schwert. Ein Treffer genügt – und der Gegner ist tot. Das gilt allerdings auch für euch.

Den entscheidenden Vorteil erhält euer Pixel-Samurai durch die Kampfdroge Chronos. Dank dieser könnt ihr in die Zukunft blicken und verschiedene Szenerien durchspielen. Konkret bedeutet dies, dass der aktuelle Bereich im Falle eures Ablebens einfach wie ein altes VHS-Band zurückgespult wird und ihr von vorne beginnt. Bewältigt ihr das Areal, könnt ihr dann euren gelungenen Durchlauf als Schwarz-Weiß-Aufnahme Revue passieren lassen, dabei sogar vor- und zurückspulen, bevor ihr eine weitere blutige Schneise durch den nächsten Sektor schlagt.