Das ist schlecht:

… oder auch einfach nur eine Prise Glück, die in „Jump Force“ leider immer wieder eine Rolle zu spielen scheint. Denn die Kollisionsabfrage ließ uns bisweilen mit einem Fragezeichen im Gesicht zurück, wenn eine unserer Super-Attacken plötzlich so gar keinen Effekt hatte, und der Gegner stattdessen uns plötzlich in einer Animationsschleife ordentlich was aufs Maul gab.

Das ist umso frustrierender, als dass die zunächst noch fett inszenierten Specials auf Dauer enorm an der Geduld des Spielers zerren. Wenn ihr euch zum x-ten Mal in aller Ausführlichkeit reinziehen müsst, wie ein Vegeta sein Special-Donnerwetter über euch hereinbrechen lässt, kann das bei all dem Pomp schon nerven.

Gleiches gilt für die enorm langen Ladezeiten, die alle Nase lang das Spiel unterbrechen und mitunter länger dauern, als die daran anschließenden Zwischensequenz, auf die dann direkt noch mal eine Ladepause folgt. Auf der Xbox One fallen diese sogar noch einen Tick länger aus als auf der Playstation 4, dafür hat die One X gegenüber der Pro das knackigere Bild. Auf der Microsoft-Konsole kommt es wiederum häufiger zu Einbrüchen in der Framerate, und das sogar in der kargen Hub-Welt.

Jene teilt ihr euch nämlich mit einem ganzen Haufen Online-Spieler, was dem sterilen Konstrukt zwar etwas Leben verleiht, dafür staut es sich aber schon mal vor den Questgebern oder Shops für neue Fähigkeiten, so dass ihr nur nach fummeliger Kamerajustierung mit den dortigen NPC interagieren könnt. Warum man überhaupt ständig unnötig weite Laufwege in Kauf nehmen muss, um zu den verschiedenen Spielmodi zu gelangen, ist uns ohnehin ein Rätsel. Mit einem einfachen Menü hätte sich die Bedienung deutlich komfortabler gestaltet.

Und so beeindruckend die 3-D-Inkarnation der vielen Shōnen-Universen speziell in den Kämpfen auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so befremdlich wirkt das Ganze dann in der Nahaufnahme, was vor allem im Zuge der oft seltsam steifen Zwischensequenzen auffällt. Dass diese zudem nur zum Teil vertont sind, ist eine weitere der vielen Ungereimtheiten, die den Spielspaß in „Jump Force“ unnötigerweise torpedieren.

„Jump Force“ ist für Xbox One, Playstation 4 und PC erhältlich.

Hier kracht es gewaltig! „Jump Force“ inszeniert die epische Kollision der Manga-Universen als wuchtiges Effektgewitter und gibt sich dabei auf spielerischer Ebene als angenehm einsteigerfreundlich. Fragwürdige Designentscheidungen, lange Ladezeiten und die nicht immer nachvollziehbare Kollisionsabfrage trüben den zünftigen Crossover-Spaß jedoch nachhaltig.