Das ist schlecht:

Das hat allerdings weniger damit zu tun, dass wir die Spannung einfach nicht länger ertragen konnten, sondern eher damit, dass das eigentliche spielerische Gerüst einfach nicht mehr hergibt, um über einen längeren Zeitraum hinweg zu unterhalten. Das Gameplay beschränkt sich schlicht aufs Verstecken an sich. Das Puls-Mini-Spiel ist diesbezüglich nicht der Rede wert. Weder könnt ihr mit Gegenständen interagieren, um beispielsweise die Einbrecher gezielt abzulenken, noch die grundsätzlich vielfältigen Möglichkeiten des hochtechnisierten Panic Rooms irgendwie nutzen.

Aber wozu auch? Die Gegner sind stets gut auszumachen und büßen rasch an der für den Spannungsfaktor so wichtigen Unberechenbarkeit ein. Man denke was das betrifft nur mal an das nervenzerfetzend aufregende „Alien Isolation“. Werdet ihr aber dennoch erwischt, spart euch den Fluchtversuch. Die Steuerung lässt euch garantiert gegen die nächste Wand rennen, und wenn ihr nicht daran scheitert, dann an der Orientierungslosigkeit ob der spärlichen Beleuchtung.

Was bleibt ihr ein recht starres Korsett, welches der Dramatik die Luft abschnürt. Der Blick auf die Karte offenbart überdeutlich euer nächstes Ziel, ein Abweichen vom vorgesehenen Durchlauf ist kaum möglich, so dass ihr euch zuweilen eher in einem Walking Simulator oder interaktiven Film wähnt. Habt ihr die anfängliche Beklemmung erst einmal abgeschüttelt, bleibt leider bloß ein recht banales Spiel, das fast schon an Langeweile grenzt.

Gleiches gilt für die düstere und wenig zeitgemäße Optik, die in VR weniger stört als in 2D, was einen weiteren Pluspunkt für das Headset darstellt. Speziell die Charaktermodelle sind alles andere als schön anzusehen und dazu auch noch mäßig animiert. Die Dialoge und Sprecher bewegen sich indes bestenfalls auf einem annehmbaren Niveau, zumindest wenn man des Englischen mächtig ist. Deutsche Sprachausgabe gibt es leider nicht.

„Intruders: Hide and Seek“ ist für Playstation 4 und Playstation VR erhältlich.

Hochspannende Prämisse trifft auf ödes Gameplay. „Intruders: Hide and Seek“ lässt immens viel Potential liegen und schleift euch förmlich durch das Spiel, welches durch technische Unzulänglichkeiten zusätzlich an Atmosphäre einbüßt. In VR kommt beim Verstecken vor den Einbrechern in jeder Hinsicht deutlich mehr Stimmung auf, am arg drögen Spielablauf ändert das aber nichts.