Dass spaßige Spielkonzepte weder fotorealistische Grafik, noch eine gigantische offene Welt benötigen, haben bereits unzählige Indie-Titel eindrucksvoll bewiesen. Das Spiele-Label „Devolver Digital“ hat mittlerweile eine ganze Reihe dieser Perlen in seiner Portfolio-Schatzkiste, die nun um eine weitere Spaßgranate reicher ist. Warum „Heave Ho“ unser Multiplayer-Überraschungshit des Jahres ist, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

„Heave Ho“ ist ein Geschicklichkeitsspiel für bis zu vier Spieler, die sich die Aufgabe teilen, einen Parcours zu durchqueren, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Das Einzige, was euch dabei davon abhält in den Abgrund oder tödlich Dornen zu stürzen, sind die kräftigen Hände eurer abstrakten Spielfigur, die lediglich aus einem Kopf, zwei langen Armen und besagten Greifwerkzeugen besteht.

Um die meist nur bildschirmgroßen Level zu bestehen, könnt ihr die Arme frei bewegen und euch mit gedrückter Schultertaste – linke Schultertaste für die linke Hand, rechte Schultertaste für die rechte – an allem festkrallen, das euch Halt bietet und nicht umbringt: Plattformen, Seile, schwebende Rettungsringe und eben auch an euren Mitspielern. Auf diese Art und Weise lassen sich dann auch lange Ketten bilden, um das andere Ende eines auf den ersten Blick unüberwindbaren Abgrundes mit Schwung zu erreichen.

Zwar kann man auch sein eigenes Ding machen, andere Spieler gar von sich stoßen, wenn diese einen gepackt haben, doch das Level gilt erst dann als geschafft, wenn alle das rettende Fähnchen erreicht haben. Es ist also Teamwork angesagt, und das fällt angesichts des unweigerlichen Chaos und latenter Koordinationsschwierigkeiten nicht immer leicht.