Wenn die Tachonadel fernab der 200 zittert, Reifen quietschen und Motoren dröhnen, dann arbeitet unser Herz wie ein 12-Zylinder. Blöd nur, dass im realen Leben Führerscheinentzug, Punkte in Flensburg, ein Krankenhausaufenthalt oder Schlimmeres drohen, wenn wir Vollgas geben. Wie gut, dass es Rennspiele wie GRID 2 gibt. Das erscheint am 31. Mai für PC, PlayStation 3 und Xbox 360. Wir haben uns den Titel angeschaut.

Darum geht’s:

Ein exzentrischer Millionär will eine weltweite Rennveranstaltung ins Leben rufen und beauftragt den Spieler, Renn-Clubs in Europa, Asien und den USA auf die so genannte WSR aufmerksam zu machen. Das geschieht durch Teilnahme an deren Rennen und hohe Platzierungen. Auf malerischen Strecken in Dubai, Miami oder Hongkong darf in verschiedenen Autoklassen und zahlreichen Veranstaltungen mächtig und ohne Rücksicht auf Verluste auf die Tube gedrückt werden.

Das ist gut:

GRID 2 macht Spaß, und zwar jede Menge. Das liegt zum einen an der prachtvollen Grafik, bei der wirklich kein Detail ausgelassen wird, weder bei den Strecken, noch bei den Fahrzeugen. Zum anderen liegt es an der famosen Steuerung, mit der man die Boliden punktgenau und mit tollem Fahrgefühl durch die Kurven rutschen lassen kann. Weitere Pluspunkte: Tolle Autos, egal ob amerikanische Muscle Cars, japanische Drift-Flitzer oder europäische Technik. Und nicht zuletzt ein enorm umfangreiches Angebot an Rennvarianten, vom Duell über Driftrennen bis hin zu klassischen Rundenrennen auf extrem sehenswerten Rennstrecken.

Das ist schlecht:

So gut sich GRID 2 auch fahren lässt, es hat auch seine Macken. Der Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Rennen wirkt unausgewogen. Mal gewinnt man locker mit viel Abstand, mal hat man kaum eine Chance, die vorderen Ränge zu erreichen. Bei Kollisionen beißt man mehr als einmal ins Lenkrad, denn während das Fahrzeug des Spielers beim Rammen oft gedreht wird, fahren Gegner meist unbehelligt wie auf Schienen weiter. Die Fahrerkarriere hätte außerdem etwas spannender in Szene gesetzt werden können.

GRID 2 ist genau das richtige für Adrenalin-Junkies und Speed-Freaks. Wem nach Fast & Furious 6 der Bleifuß juckt, der nimmt den Controller in die Hand und genießt mit GRID 2 schnelle und aufregende Rennen in atemberaubender Kulisse. Ein tolles Rennspielvergnügen mit nur wenigen Dellen, bei der der Benzinduft im Wohnzimmer fast greifbar wird.