Die Qualität der Videospiele aus dem Hause Rockstar North ist über jeden Zweifel erhaben. Doch Erfolg will erkämpft werden. Nicht nur dass die offenbar recht harten Arbeitsbedingungen in dem Entwicklerhaus immer wieder für negative Schlagzeilen sorgen, auch Rechtstreits stehen regelmäßig auf dem Programm. Aktuell klagt allerdings kein B-Promisternchen, das sich diffamiert fühlt, sondern ein Mann aus den eigenen Reihen.

Niemand Geringeres als der ehemalige Producer von GTA und Chef von Rockstar North, Leslie Benzies höchstpersönlich. Dieser hatte sich nach der Fertigstellung des Blockbusters GTA V im September 2014 ein Jahr Auszeit genommen, kehrte letzten Endes jedoch nie wieder in das Unternehmen zurück. Und nun wissen wir auch, warum!

In einem Schreiben von Benzies Anwälten ist die Rede davon, dass er die Firma keineswegs freiwillig verlassen hat. Bei seiner Rückkehr habe man ihm vielmehr den Zutritt verwehrt und ihn aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Benzies behauptet, die Rockstar-Gründer Sam und Dan Houser hätten ihn gezwungen, das Unternehmen zu verlassen und ihm in diesem Zusammenhang zustehende Zahlungen vorenthalten.

Im Rechtsstreit gegen Rockstar, Publisher und Inhaber Take-Two, sowie die House-Brüder legt Benzies nun eine 71-seitige Anklageschrift vor und fordert satte 150 Millionen Dollar. Der Angeklagte bereitet indes eine Gegenklage vor, welche sich darauf beruft, dass Benzies das Unternehmen ohne Angabe von Gründen selbst verlassen habe.