Ein Trottel möchte seinen verhassten Müllplaneten verlassen und Elysium erreichen. Dabei stellt er allerlei Dummheiten an, landet am Ende aber dennoch bei der hübschen Elysianerin Goal. Ob Daedalic mit Goodbye Deponia, dem Abschluss der Ulk-Trilogie, endgültig in die Fußstapfen von LucasArts tritt?

Darum geht‘s:


Der Müllplanet Deponia soll vernichtet werden. Eigentlich keine schlechte Idee, würde man glauben, so sehr Rufus doch aus seiner Heimat verschwinden will. Die Elysianer interessieren sich jedoch keinen Deut für die drohende Vernichtung des Planeten, der ihnen scheinbar nur die schöne Sicht blockiert, und so machen sich Rufus und seine Freunde, darunter Goal, Doc und Bozo daran, das nahende Unheil zu vereiteln. Außer Rufus glaubt jedoch niemand an die Rettung Deponias, nicht einmal seine Freunde. Unser Held stolpert natürlich von einem Fettnäpfchen ins nächste, ehe sich das zwiespältige aber wendungsreiche Finale vor uns entfaltet.



Das ist gut:


Auch im dritten Teil begeistert uns Daedalic mit liebevoll gezeichneten Hintergründen, witzigen Charakteranimationen und durchweg gut geschriebenen Dialogen, die sich gewaschen haben. Point‘n‘Click-Anfänger wie Veteranen dürfen sich auf tolle Rätsel freuen, die zwar manchmal einiges an Hirnschmalz abverlangen, aber auch nie unfair sind. Besonders hervorzuheben sind die ausgezeichneten Sprecher, darunter abermals Monty Arnold als Held Rufus und dessen Gegenspieler Cletus, sowie Smudo als Cowboy Dodo, dem die Damen wortwörtlich zu Füßen liegen. Für ein Adventure bietet Goodbye Deponia, ähnlich wie die Vorgänger, einen guten Umfang von zehn bis zwölf Stunden beim ersten Durchlauf.

Das ist schlecht:


Für Deponia-Neulinge bietet Goodbye Deponia keinen guten Einstieg, da die vergangene Geschichte nicht ordentlich zusammengefasst wird. Außerdem werden viele Musikstücke aus den Vorgängern wiederverwertet, was aufgrund der hohen Qualität aber nur einen kleinen Abstrich darstellt.




Adventure-Fans werden mit dem dritten und voraussichtlich letzten Deponia-Teil ihre wahre Freude haben. Lange hat Daedalic am Werdegang von (Anti)-Held Rufus geschraubt und mit Goodbye Deponia einen auf weite Strecke zufriedenstellenden Abschluss geschaffen. Einigen wird das Ende eventuell sauer aufstoßen, aber recht machen, das kann man es bekanntlich niemandem. Ein toller Spaß made in Germany!