Das ist nicht so gelungen:

Auch sämtliche anderen Einstellungsmöglichkeiten (nicht nur) für die Grafik erfüllen die gängigen Standards – Texturen, Ambient Occlusion, Filter, Umgebungsdetails und Modellpolygone lassen sich auf der üblichen Achse von „Niedrig“ bis „Ultra“ skalieren.  Wenn man überhaupt sagen kann, dass man technisch etwas bei der Portierung von „God of War 4“ vermisst, dann nur dies: In unserer vorliegenden Testversion gab es keine Möglichkeiten, das immer prominenter werdende Raytracing zu finden, geschweige denn, es zu aktivieren.

Wir sind uns nicht sicher, ob das Spiel zum Release überhaupt mit einer solchen Einstellungsmöglichkeit bzw. diesem technischen Feature aufwarten wird. Das sollte für Interessierte allerdings kein Ausschlusskriterium sein – zu gelungen ist die Reise von Kratos und Atreus durch die nordische Sagenwelt, zu packend sind die brachialen Kämpfe, deren Schwierigkeitsgrad sich selbst mittleren Einstellungen durchaus sehen lassen kann.

Etwas verwunderlich ist hingegen das Fehlen eines dezidierten Vollbild-Modus – das könnte jene, die mit dem randlosen Fenstermodus nichts anfangen können, möglicherweise abschrecken.

Fazit:

Ob man mit Sonys ebenso beliebten wie auf eine packende Handlung und Charaktere fokussierten Einzelspielererfahrungen von den Playstation-Konsolen persönlich etwas anfangen kann, ist letztlich Geschmackssache. Für den Verfasser steht fest: Das einzig „Schlechte“ an dieser Portierung ist, dass es mittlerweile nicht noch viel mehr Playstation-Exklusivtitel für den PC gibt, wo die Konsolenspiele – potente Hardware vorausgesetzt – erst richtig zeigen können, was Sonys Magier in den Studios technisch so vollbringen.

„God of War“ ist auch auf dem PC ein Meilenstein, der sich in technologischer Hinsicht und von seinen Einstellungsmöglichkeiten nicht vor exklusiv für den PC entwickelten Titeln zu verstecken braucht – im Gegenteil: Es ist eine Portierung, die vollen Gebrauch von moderner Hardware macht. PC-Jünger sollten die Frost-Runen auf ihren Lüftern und AIOs beschwören und das RGB auf Eisblau stellen: Kratos lässt die Axt kreisen – und zwar gewaltig!

Die PC-Version von „God of War“ ist ab dem 14. Januar über Steam und Epic Games Store erhältlich.