Das ist gut:

Nun, auf dem PC, zeigt „God of War“, was es wirklich kann: Bereits der Startbildschirm offenbart uns Kratos in der Nahaufnahme in hochaufgelösten Details, sodass man jede Ascheflocke sehen kann. Grafisch erwartet uns keine schlagende Übermacht an Optionen, die Bandbreite des Einstellbaren erfüllt aber selbst verwöhnte Erwartungen: Wir wählen zwischen Fenster- oder randlosem Fenstermodus, Auflösungen lassen sich frei regulieren, wobei zwischen ausgegebener und Render-Auflösung unterschieden wird.

So kann jeder Nutzer ganz nach eigenen Bedürfnissen skalieren, ob er eine volle 4K-Auflösung bei entsprechend potenter Hardware wünscht, oder doch lieber der Künstlichen Intelligenz der Grafikkartenhersteller erlaubt, das System durch Upscaling und Algorithmen zu entlasten. Vorbildlich: Sowohl NVIDIAs System DLSS als auch ATIs Variante FidelityFX Super Resolution werden unterstützt.

Dabei lassen sich die Regler für die Systeme von „Ultra-Performance“ bis „Ultra-Qualität“ löblich auf die eigenen Bedürfnisse und den vorliegenden Rechner maßschneidern – die neuen Technologien dürften es auch schwächeren Computern erlauben, „God of War 4“ in flüssigen Bildern zu genießen. Auf unserem vorliegenden Testsystem (Ryzen 7, 32 GB Ram, Gigabyte Aorus Pro AX Board, GeForce RTX 3060Ti) war das Spiel bei verschiedenen Einstellungstests optimiert an der Grenze zur Perfektion:

Volles 4K mit rund 58 Bildern pro Sekunde war auch in fordernderen Szenen und während hohen Gegneraufkommens auf dem Bildschirm dank DLSS mit Performance-Einstellung kein Problem, heruntergeschraubt auf WQHD/2K ließ der auf 2K ausgelegte Testrechner die Muskeln spielen und kitzelte stabil locker 75–80 Fps aus jeder Szene. In reinem Full HD konnten wir God of War mit rund 115 fps genießen, wenn auch auf das Fenster beschränkt. Die Entwickler haben bei der Portierung ganze Arbeit geleistet: Texturen sind knackscharf, Partikeleffekte und Shader noch einen ganzen Tick üppiger als bei unserer PS4-Pro-Version.

„God of War 4“ läuft auf dem PC makellos, Bildrateneinbrüche oder gar Bugs und Abstürze konnten wir im Test keine verzeichnen. Vorbildlich: Wer keine Lust auf einen Controller hat, kann seine Tastatur frei belegen und wird nicht in Bewegungsschemata gezwungen, die ihm nicht liegen. Gleiches gilt für die Kameraeinstellungen: Geschwindigkeiten bei Kampf und Bewegung, Rotation und Weite lassen sich nach Belieben einstellen und sollten die Ansprüche der PC-Spielerschaft ebenso zufriedenstellen wie die ultrakurzen Ladezeiten auf SSD (Test: Nvme Samsung 970 Evo Black Edition).