„God of War“ im Test für PC – Es gilt als eines der besten Spiele der Ära der PlayStation 4, heimste mehr Lorbeeren und Lobeshymnen ein, als im Rahmen eines solchen Artikels Platz fänden, setzte neue Maßstäbe in Sachen visuell bombastischer Präsentation und narrativer Immersion: Sonys Exklusivtitel „God of War“ ist ein Meilenstein und eine unerreichte Neuerfindung einer höchst beliebten Action-Adventure-Reihe. Nun erscheint der Titel für den PC, um auch auf dem Rechenknecht Fans in göttliche Verzückung zu versetzen. Ob das gelungen ist, verrät euch unser Test.

Darum geht es:

So viel sei vorangestellt: Wir haben uns im Rahmen unserer Beschäftigung mit dem Spiel vornehmlich mit den technischen Eigenschaften der Portierung auseinandergesetzt, da wir „God of War“ auf unserer guten alten PS4 Pro bis zum Einlaufen der Nagelfähre und dem Beginn der ewigen Winter Ragnaröks – sprich: ausufernd – gezockt haben. Daher wollen wir bis auf eine kurze Einführung in das Geschehen gar nicht allzu lange auf das eigentliche Spiel eingehen, sondern euch vielmehr verraten, ob sich eine PC-Version des Meilensteins lohnt.

So viel sei im Voraus verraten: Verpasst ihr „God of War“ auf dem Rechner, entgeht euch auch in technischer Hinsicht ein wahrer Leckerbissen. Doch zuerst mal zum Spielinhalt: Nach der aufsehenerregenden Trilogie auf Playstation 3 schlüpfen wir auch bei „God of War“, dem nunmehr vierten Teil, in die von Asche bedeckte Haut des zum Kriegsgott aufgestiegenen spartanischen Kriegers Kratos.

Der lebt nunmehr in der nordischen Sagenwelt von Midgard, hatte abermals geheiratet und mit seiner geliebten Frau auch einen Sohn gezeugt: Atreus. Doch sein Weib verstarb und trug Kratos, einem scheinbar gefühllosen und kalten Mann ohne Familiensinn, eine Mission auf: Ihre Asche nach ihrem Tod gemeinsam mit Sohnemann Atreus auf einem Berg zu verstreuen. Eine kluge Frau, denn sie wusste natürlich, dass die gemeinsame Odyssee Vater und Sohn und letztlich auch den Spieler einander nahebringen soll.

So führt uns die Handlung als Vater-Sohn-Duo durch die nordische Sagenwelt – und aus Gründen, die an dieser Stelle unausgesprochen bleiben sollen, sind deren Götter, die Asen, überhaupt nicht gut auf Atreus zu sprechen. Sie wollen den Jungen töten. Insbesondere der schöne Baldur hat es auf Kratos’ Sprössling abgesehen. Doch das Duo ist alles andere als wehrlos:

Während Kratos Dunkelelfen, Lindwürmern und anderem eddischen Kroppzeug mit der frostigen Leviathanaxt in typischer 3rd-Person-Actionmanier zu Leibe rückt und brutale Finisher entfesselt, schießt Atreus auf unseren Knopfdruck hin mit dem Bogen seiner Mutter Pfeile ab, was den Gegnern mächtig einheizt, sie ablenkt und für Angriffe von Kratos öffnet. Die saubere Steuerung und blitzschnelle Reaktionen machen dabei Freude.

Um den Spielwitz über längere Zeit zu erhalten, finden wir Sammelobjekte, um mit leichtem Rollenspielanteil die Kampfmanöver, Waffen und Rüstungen zu verbessern. Immer wieder erfahren wir spannende Hintergründe durch den abgetrennten Kopf des Mimir, der uns die Spielwelt von Kratos’ Gürtel aus in Geschichten und Anekdoten näherbringt. Ein unvergessliches Spielerlebnis für Wikinger-Fans, welches verdient auf der PlayStation 4 brillierte.