Das ist gut/schlecht:

Augenfälligste Neuerung ist natürlich der schicke und unverbrauchte Grafikstil, der an ein Märchenbuch erinnert. Die handgezeichneten Grafiken fangen den Charme des Originals stimmig ein, wirken in HD aber natürlich dramatisch hübscher und machen „Resurrection“ damit zum schönsten „Ghosts 'n Goblins“, das wir im Laufe der Jahre in seinen vielen Portierungen und Neuauflagen spielen durften.

Die fast schon etwas infantile Optik sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier nach wie vor mit einem beinharten Padbeißer zu tun haben. Denn in Sachen Spielmechanik hat man sich eng an die Vorlage gehalten. Arthur ist von daher auch auf der Switch ein für heutige Verhältnisse arg ungelenker Zeitgenosse, der sich dazu auch noch sehr behäbig steuert.

Doppelsprung? Fehlanzeige! Einmal losgehüpft, lässt sich die Richtung nicht mehr korrigieren, was euch unzählige Leben kosten wird. Außerdem seid ihr nur in der Lage, eure jeweilige Waffe in vier Richtungen zu werfen. Mal vom Bogen abgesehen, sind diagonale Schüsse also nicht drin, was dem fröhlich aus jedem möglichen Winkel auftauchenden Feindespack freilich herzlich egal ist.

Die teils unüberschaubare Anzahl an Feinden, Fallen und Geschossen grenzt nicht nur an Unfairness, sondern überschreitet diese regelmäßig, sodass ihr beim Spielen sehr oft laut fluchen werdet. Allerdings stellt genau diese Herausforderung auch ein wohltuendes Gegengewicht zur Weichspülmentalität dieser Tage dar. Ein Konzept, das ja schon der „Dark Souls“-Reihe einen Ehrenplatz in den heutzutage nur noch sehr selten wild schlagenden Spielerherzen einnehmen sollte.

Dank der vier Schwierigkeitsgrade haben aber euch weniger frustgestählte Zocker zumindest eine Chance. Der „Edelmann“ getaufte, knackigste Modus richtet sich mit nur einem Treffer und der größten Anzahl an Feinden an die hartgesottenen Profis. „Ritter“ und „Junker“ lassen indes mehr Treffer zu und entschärfen die Feindeswellen etwas, während euch „Knappe“ sogar in voller Montur an der Stelle eures Ablebens weiterspielen lässt, ohne euch zum letzten Checkpoint zurückschicken. Diese sind im Vergleich zum Original zudem recht großzügig gesetzt.