Gehört ihr auch zu den „Gears of War“-Urgesteinen, die schon seit dem ersten Teil mit dabei sind? Dann habt ihr vor gut 13 Jahren doch sicherlich auch, aufgeregt wie ein Kolibri, eure Kumpels vor der heimischen Xbox 360 versammelt und mit einem verheißungsvollen „Jetzt haltet euch fest“ die damalige Grafik- und Action-Referenz gestartet. Das waren noch Zeiten. Aus heutigen Gesichtspunkten wirken Optik und Spielmechanik allerdings veraltet, und irgendwann hatte sich die Reihe schließlich sogar festgefahren. Dennoch bleibt „Gears of War“ das Zugpferd der Microsoft Studios, weshalb man dort bemüht ist, die Marke frisch zu halten. Ob das mit dem nunmehr kurz und knackig als „Gears 5“ betitelten aktuellen Teil der Serie gelungen ist, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Nach einem unterhaltsamen Tutorial und einem „Was bisher geschah“-Video, setzt Teil 5 direkt an den Cliffhanger des Vorgängers an. JD, Marcus, Kait und Del wollen die Orbitwaffe „Hammer der Morgenröte“ für den Kampf gegen die neue monströse Bedrohung, dem aggressiven „Schwarm“, wieder in Betrieb nehmen. Auf der Suche nach einer mit einem Prototyp bestückten Rakete, welche den mächtigen Laser im All platzieren soll, stürmen die Gears zu Beginn des Spieles ein altes Raketensilo. Natürlich läuft kaum etwas, wie es soll, und so ist es in der Folge eure Aufgabe, das Teil in mehreren Kapiteln des ersten Aktes wieder flott zu machen.

Normalerweise würde dies als Grundprämisse für ein „Gears of War“ vollkommen ausreichen, ab dem zweiten Akt schlägt das Spiel jedoch deutlich persönlichere Töne an. Kait, von Kopfschmerzen und Visionen des Schwarms geplant, möchte endlich herausfinden, was mit ihr geschieht und macht sich gemeinsam mit Del auf den Weg, um Licht ins Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. Natürlich mutiert die Mutter der Third-Person-Deckungshooter deshalb noch lange nicht zu einem Action-Adventure, und doch geht die „Gears“-Reihe hier gänzlich neue Wege.