Früher, als an Konsolen wie die Xbox nicht einmal zu denken war, versammelte sich die Familie pünktlich um 20 Uhr vor dem heimischen Fernseher. Die Tagesschau stand auf dem Plan und bei ‚Wetten dass …?’ gab es kein Halten mehr. Studien zufolge könnte sich das Blatt jedoch schon bald wenden.

Wie Golem berichtet zeigt eine Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom auf, dass Männer – und auch Frauen – lieber zu Maus, Tastatur und Gamepad greifen, als zur Fernbedienung. Befragt wurden insgesamt 504 Gamer im Alter zwischen 14 und 64 Jahren. Demnach spielt der männliche Zocker durchschnittlich 120 Minuten am Tag, während es die Spielerinnen auf knapp 93 Minuten bringen. Dahingegen sieht jeder Deutsche im Durchschnitt 220 Minuten pro Tag fernsehen, wie eine Langzeitstudie der ARD und ZDF im Jahr 2010 zeigte. Viel fehlt also nicht mehr, bis Videospiele den TV eingeholt haben. Erwähnenswert ist noch, dass am stärksten PCs und Konsolen zwischen 18 und 23 Uhr belastet werden, wenn 76 Prozent der Befragten zocken. 33 Prozent spielen immerhin noch zwischen Mittagessen und Abendbrot, von 12 bis 18 Uhr.

Aber auch unter den Zockern gibt es Nachtschwärmer, die ab 23 Uhr bis 6 Uhr die Nacht zum Tage machen. Vormittags spielt im Übrigen kaum jemand. Logisch, denn morgens stärken sich Gamer mit einem ausgiebigen Frühstück für den nächsten Zockmarathon.