Wenn ihr keine Lust habt, an Halloween auf eine der abgedrehten Partys zu gehen oder euch in der Glotze einen Horrorfilm anzuschauen, euch aber dennoch irgendwie gruseln wollt, dann nehmt doch eines der folgenden PC- und Videospiele zur Hand. Wir haben für euch die fünf gruseligsten Spiele aller Zeiten herausgesucht, die euch seelisch, körperlich und geistig fordern und gegebenenfalls bis ins Mark treffen werden. Wer bei den folgenden Spielen nicht einmal heftig zusammenzuckt oder vor Schreck die Tasse Kaffee durch das Zimmer pfeffert, dem können wir auch nicht mehr helfen.

Dead Space
(Third-Person-Shooter / 2008 / Electronic Arts)
In den Tiefen des Weltalls hört niemand deine Schreie. Auch nicht, wenn Spieler in Form des Ingenieurs Isaac Clarke an Bord der USG Ishimura auf einen grandiosen SciFi-Horror-Trip gehen. Allerlei schreckliche Gestalten, mutierte Wesen, Dunkelheit sowie eine beängstigende Hintergrundmusik machten aus Dead Space einen Horror-Shooter par excellence. Eine blutige Schlacht im All, die an die Nerven geht und etliche Schockeffekte bereithält. Ausgelöst wird dies vor allem dadurch, dass man keinen Superhelden spielt, der bis an die Zähne bewaffnet gegen die Monster antritt, sondern als einfacher Ingenieur mit seinem Lasercutter auf dem Schiff zu überleben versucht. Dieser subtile Horror mit seinem düsteren Gewand und überaus heftigen Gegnern macht Dead Space zu einem der fesselndsten Videospiele der letzten Jahrzehnte.


Slender – The Eight Pages
(Survival Horror / 2012)
Dieses Gratis-Horrorspiel kam aus dem Nichts und wurde quasi über Nacht berühmt-berüchtigt. So simpel das Spielprinzip auch ist, so extrem krass jagt es einem eine Heidenangst ein. Man irrt einsam und allein durch einen Wald, nur bewaffnet mit einer Taschenlampe, um insgesamt acht Papierseiten einzusammeln. Das Doofe daran: Der Slender Man ist auch im Busch und hat es auf euch abgesehen. Was anfangs noch recht chillig über die Bühne geht, wird mit jedem gefundenen Blatt schlimmer, denn der Slender Man kommt mit immer bedrohlicher werdender Musik näher. Kurz gesagt, das Spiel ist simpel, aber unfassbar effektiv, wenn es darum geht, Horror, Schockeffekte, Verfolgungswahn und finsteres Kopfkino zu verursachen! Knaller!



Silent Hill 2
(Survival Horror / 2001 / Konami)
Silent Hill ist eine der wenigen Horror-Franchises, die bis heute im Spielesektor noch Bestand haben. Von all den Teilen steht der zweite Akt immer noch auf dem ersten Rang, wenn es um zünftigen Survival-Horror geht. Vor allem ist Silent Hill 2 ein sehr ausgereifter Vertreter seiner Zunft in Bezug auf die intelligente und verzwickte Story. Das Geschehen rund um die Kleinstadt Silent Hill sorgt mit seiner derben Horroratmosphäre im dichten Nebel und der Dunkelheit für reichlich Adrenalinschübe sowie Gänsehaut. Außerdem wurde mit dem mysteriösen „Pyramid Head“ eines der bizarrsten Monster der Videospielhistorie eingeführt. Kurz, eine anspruchsvolle Referenz im Survival-Horror, die Spieler in die Zwangsjacke steckt!



Resident Evil
(Survival Horror / 1996 / Capcom)
Resident Evil 4 war durchaus noch gruselig. Aber der erste Teil ist alleine schon aufgrund seiner Vorreiterfunktion als auch wegen seines Überraschungseffekts höher in der bis dato sechsteiligen Videospielreihe einzustufen. Das klassische Resident Evil ist Horror pur. Unvergessen ist dieses Schockabenteuer durch ein von Zombies verseuchtes Anwesen, wo bereits das Haus selbst einen enorm hohen Gruselfaktor besitzt. Unvergessen die Szene, als uns wie aus dem Nichts zombifizierte Hunde durch die Fensterscheibe anfallen. Mit dem ersten Teil dieser renommierten Suvival-Horror-Reihe wurde ein echter Angstmacher erschaffen, in dem durchgehende Anspannung und Beklemmung an der Tagesordnung sind!



Amnesia: The Dark Descent
(Horror-Adventure / 2010 / Frictional Games)
Ein echtes Schätzchen ist sicherlich der Schwedenhappen „Amnesia“, der den Spieler nicht nur in eine andere Welt zieht, sondern in einen dunklen Abgrund des Grauens, den man so schnell nicht vergessen wird – falls man diesen denn überlebt. Mit verlorenem Gedächtnis wandert man durch finstere Gänge des preußischen Schlosses Brennenburg im Jahr 1839. Was diesen Titel von vielen seiner Genrekollegen abhebt, ist diese beklemmende, Angst verbreitende Atmosphäre, wie man sie nur sehr selten erlebt in einem Spiel. Auf der Suche nach seinem eigenen Ich, gepaart mit vereinzelt gestreuten Horror- und Gruselelementen, wird einem hier das Fürchten gelehrt. Ein Tanz auf der Rasierklinge zwischen Wahn und Realität – ein Angstmacher vor dem Herrn und kleines Meisterwerk!