Als Fan von Videospielen sieht man sich ständig mit zahlreichen Vorurteilen und Klischees konfrontiert. Wir seien angeblich zu dick, würden den ganzen Tag nur Fast Food verdrücken und kennen echtes Tageslicht nur von Bildschirmhintergründen. Laut einer neuen Studie, die von gleich mehreren Universitäten durchgeführt wurde, bilden solche „Zocker“ jedoch nur die Ausnahme.

Für dieses Studienergebnis nahmen Forscher an über zwanzig verschiedenen Gaming-Events teil, sprachen und arbeiteten mit über 400 Spielern. Dadurch konnte festgestellt werden, dass Online-Spiele oder das gemeinsame Daddeln nicht etwa die sozialen Interaktionen einschränkt, sondern diesen sogar förderlich ist.

Viele Spieler gaben an, neue Freundschaften rein durch und dank Games wie „World of WarCraft“ geschlossen zu haben. Schenkt man Studienleiter Dr. Nick Taylor Glauben, sind Spieler in der Regel keineswegs Menschen, die ihr ganzes Leben im Keller und damit abgeschottet von der Außenwelt verbringen. Dennoch ist das Ergebnis der Studie nicht ganz fehlerfrei. Es wurden im Grunde nämlich nur die Spieler untersucht, die sich auf LAN-Partys herumtreiben. Dementsprechend konnten andere, eher zurückhaltende Spielertypen gar nicht zum Untersuchungsschwerpunkt werden.