Was waren das noch für schräge Zeiten, als wir zu Weihnachten auf ein neues Spiel für das Mega Drive oder das Super Nintendo gehofft haben, und unsere Eltern dann in völliger Unkenntnis irgendeinen Scheiß gekauft haben, für den man auf dem Schulhof nur Hohn und Spott erntete. Doch diese Zeiten sind vorbei! Die kleinen Zocker von damals sind jetzt große Zocker! Ohne Eltern, die einem was verbieten und vor allem: mit eigenem Geld!

Tatsächlich ist gut jeder zweite Deutsche mehr oder weniger Gamer! 34,3 Millionen Menschen spielen hierzulande Computer- und Videospiele und damit 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. Und davon sind 16,2 Millionen Frauen! Das gab der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK bekannt.

Das Durchschnittsalter eines Gamers liegt mittlerweile bei 35 Jahren. Den größten Sprung gab es im Vergleich zum Vorjahr aber in der Altersklasse 50 aufwärts. Hier wuchs die Spielerzahl um 500.000 auf 8,4 Millionen Zocker an. Damit stellen die Ü-50er bereits 25 Prozent aller Spieler in Deutschland.

Gespielt wird in allen Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten: Games haben sich als Unterhaltungs- und Kulturmedium fest etabliert“, erklärt BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk die Entwicklung. „Nicht erst in diesem Jahr wächst die Anzahl der Spieler in Deutschland am stärksten in der Altersgruppe 50+. Mit der besonders intuitiven Steuerung per Bewegung und Touchscreen haben sich digitale Spiele in den vergangenen Jahren auch bei älteren Menschen einen festen Platz im Medienkanon erobert.

54 Prozent, also 18,4 Millionen Zocker, bevorzugen den PC, beziehungsweise Laptop als Spieleplattform. 17,2 Millionen Menschen in Deutschland daddeln am liebsten auf ihrem Mobiltelefon, während 11,5 Millionen Nutzer Tablet-Computer favorisieren. Die Konsolengemeinde wuchs indes auf 15,6 Millionen Joypadakrobaten an. Doch auch die Handhelds, allen voran Nintendos 3DS, können sich mit 8,3 Millionen Spielern auf dem Markt behaupten!