Zwischen all den leichtgewichtigen, rein unterhaltsamen Videospielen dort draußen bilden sie mittlerweile eine Minderheit, aber es gibt sie noch: Simulatoren. Der wohl bekannteste dürfte Microsofts traditionsreicher Flugsimulator sein. Für den kommenden „Flight Simulator 2020“ ist nun eine Spiele-Preview erschienen, die nicht nur Fans der Reihe den Atem verschlagen dürfte. Fotorealismus in Perfektion.

Noch beeindruckender werden die Bilder aus dem Video, wenn man sich vor Augen führt, dass sämtliche Szenen einer alles andere als finalen Prä-Alpha-Version des Simulators entstammen. Ermöglicht wird die Prachtoptik mit realistischen Landmarken und Stadt-Features durch den unfassbaren Datenhunger des Spiels: Satte 2.000 Terabyte sind es, die der „Flight Simulator 2020“ offline verschlingen würde.

Dieser Platz entspricht in etwa der Datenträger-Kapazität von 1000 modernen PCs und wird für Foto-, Objekt- und Geländedaten benötigt.

Diese baut Microsoft aus seinem eigenen Navi-Dienst „Bing Maps“ auf. Und wenn wir „offline“ und „würde“ schreiben, so betonen wie das deshalb, weil der „Flight Simulator 2020“ einen solchen Daten-Everest keineswegs auf eurem Rechner voraussetzt, sondern diese Elemente aus der Cloud streamt.

Eine schnelle Internetverbindung dürfte für den Simulator also unumgänglich sein. Doch wozu das alles? Es geht bei der Vernetzung mit einem Kartendienst nicht nur darum, euch die bestmögliche Optik zu bieten, sondern schlicht ein Befliegen der ganzen Welt zu erlauben. Jeder Quadratkilometer unseres Planeten wird realistisch abgebildet, zwei Millionen Städte (!) ebenso wie 40.000 Flughäfen. Alles ist da.

Das gilt auch für die Flugzeugmodelle selbst, die ihn nie geahnter Pracht bis zur letzten Niete auf dem Rumpf erstrahlen werden.

Da eine Live-Kartensoftware zum Einsatz kommt, gibt es auch Live-Wetter – Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmengen oder Windgeschwindigkeit und -Richtung: alles enthalten und unserer Welt entsprechend.

Der Projektleiter des „Flight Simulator 2020“, Jörg Neumann, berichtete dem Magazin „Polygon“, man sei mit dem Simulator während des Wirbelsturms Dorian sogar in Echtzeit über der Karibik durch das Unwetter geflogen. So etwas wäre wohl ohne eine Anbindung an Microsofts Karten-Cloud schlicht nicht machbar. 
Doch Microsoft will durchaus auch Offline-Spieler bedenken – bei denen wird der „Flight Simulator 2020“ nur ungleich schlechter aussehen. Breitband-Internet ist also unumgänglich – wie breit/schnell, darüber bereitet Microsoft bislang den Mantel des Schweigens.

Irgendwann 2020 soll der „Flight Simulator 2020“ erscheinen, bedient werden PC- und Xbox-Enthusiasten.

Quelle: t-online.de