Das ist gut:

Soweit die durchaus interessante Prämisse eines Spieles, das vollkommen ohne Worte und vor allem ohne aktive Gewalt auskommt. Tatsächlich steht Fe keinerlei Angriffsoption zur Verfügung, so dass ihr euch vor den Geräuschlosen lediglich verstecken könnt, was sich dank großzügig verteilter Büsche und der vergesslichen KI jedoch nicht allzu umständlich gestaltet.

Ansonsten erweist sich Fe als äußerst lernfähig. Als Belohnung dafür, dass ihr sechs große Tiere aus ihren Käfigen befreit, bringen euch diese ihre Sprache in Liederform bei. So könnt ihr fortan zum Beispiel eine Blume aktivieren, damit diese einen Aufwind erzeugt, der euch auf eine ansonsten unerreichbare Plattform katapultiert. Ganz in der Tradition des „Metroidvania“ genannten Sub-Genres der Action-Adventures werden somit zuvor unzugängliche Wege passierbar und ihr könnt in neue Areale vordringen. Des Weiteren lernt ihr an einer Art Schrein, auf Bäume zu klettern oder durch die Luft gleiten zu können, wobei in der Welt versteckte Kristalle als Währung fungieren.

Auf diese Art und Weise erweitert sich die Spielwelt von „Fe“ sukzessive in alle Richtungen, so dass euer Forscherdrang gerade zu Beginn immer neuen Zündstoff erhält. Neben versteckten Steintafeln, die euch fragmentarisch die Hintergrundgeschichte näher bringen, lockt dabei vor allem die Aussicht auf neue Gebiete, die in immer anderen, aber stets stimmigen und satten Farben erstrahlen. Generell ist die kunstvolle und verträumte Optik das große Aushängeschild des entspannten Abenteuers, welches mit sanften Tönen Kritik an der Zerstörung unserer Umwelt übt.